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NATO-Treffen
Brüssel: Türkei und Spanien planen gemeinsames Kriegsschiff

Die NATO-Partner Türkei und Spanien unterzeichneten am Mittwoch eine Absichtserklärung über eine Kooperation in der Rüstungsindustrie, die auch die Entwicklung eines gemeinsamen Kriegsschiffs vorsieht.

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(Foto: AA)

Brüsseld (nex) – Die NATO-Partner Türkei und Spanien unterzeichneten am Mittwoch eine Absichtserklärung über eine Kooperation in der Rüstungsindustrie, die auch die Entwicklung eines gemeinsamen Kriegsschiffs vorsieht.

Der türkische Verteidigungsminister Nurettin Canikli und seine spanische Amtskollegin Maria Dolores de Cospedal Garcia unterzeichneten die Vereinbarung nach dem gestrigen NATO-Treffen in Brüssel.

Das Abkommen sieht die Stärkung der Zusammenarbeit in allen Bereichen der Verteidigungsindustrie vor, einschließlich der Land-, Luft- und Seestreitkräfte sowie Forschung und Entwicklung.

Die beiden Länder arbeiteten daran, die Zusammenarbeit im Verteidigungssektor zu stärken, sagte Canikli und fügte hinzu, dass die Entwicklung des gemeinsamen Kriegschiffes ein wichtiges Beispiel dieser Kooperation darstelle.

Beim gestrigen Treffen wurde zudem eine Vereinbarung zwischen der Türkei und einem italienisch-französischen Konsortium zur Entwicklung eines SAMP-T Raketenabwehrsytems unterzeichnet.

Im Rahmen des Pakts werden die türkische Verteidigungsindustrie und das französisch-italienische Eurosam-Konsortium zusammenarbeiten, um das Potenzial für die gemeinsame Produktion eines Raketenabwehrsystems zu ermitteln.

Laut einer Mitteilung des türkischen Verteidigungsministeriums im Juli dieses Jahres werden die Türkei und Eurosam SAMP/T Aster 30 Boden-Luft-Raketen (SAM) herstellen, die bereits in mehreren NATO-Mitgliedsstaaten zum Einsatz kommt.

Das SAMP/T Aster 30-System verwendet ein Netzwerk von hochentwickelten Radaren und Sensoren inklusive 3D-Phased-Array-Radaren, mit denen es Luftbedrohungen jeder Art hochwirksam abwehren kann.

So kann es Raketen mit einer Reichweite von 600 Kilometer abfangen, es kann im Standalone-Modus oder in einem koordinierten Netzwerk wie dem NATO-Raketenabwehrsystem betrieben werden.

Neben Canikli nahmen die französische Verteidigungsministerin Florence Parly und der italienische Verteidigungsminister Robert Pinotti an der Unterzeichnungszeremonie teil.

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