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Ratgeber: 5 Tipps für schöne und gesunde Zähne

Schöne Zähne machen ein fröhliches Lächeln noch attraktiver und sorgen dafür, dass Ihr Gegenüber Sie tendenziell als sympathisch und erfolgreich einschätzt.

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(Symbolfoto: pixa)
Von Dr. med. dent. Teresa Bösch

Schöne Zähne machen ein fröhliches Lächeln noch attraktiver und sorgen dafür, dass Ihr Gegenüber Sie tendenziell als sympathisch und erfolgreich einschätzt. Auch Sie selbst profitieren von gesunden Zähnen, denn einerseits werden Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vermieden und andererseits lächeln wir mit schönen Zähnen noch lieber, was wiederum die Glückshormone Dopamin und Serotonin ausschüttet – wir fühlen uns glücklicher. Hier finden Sie fünf Tipps für schöne und gesunde Zähne, damit Ihnen das Lachen niemals vergeht!

1. Häusliche Zahnpflege

Schöne Zähne sind zunächst gesunde Zähne, greifen Sie deshalb mindestens zweimal täglich für zwei Minuten zur Zahnbürste. Diese sollte keine zu harten Borsten haben, sonst wird womöglich das Zahnfleisch verletzt. Zudem sollten Sie nach dem Essen mindestens 30 Minuten warten, bevor Sie die Zähne putzen, da die Nahrungsreste, die nach der Mahlzeit zurückbleiben, den pH-Wert im Mundraum verändern und so den Zahnschmelz weicher werden lassen. Wird dann mit viel Schwung und Druck über die Zähne geputzt, kann der Schmelz beschädigt werden.

Wenn zu häufig so geputzt wird, kann der Schmelz komplett verloren gehen und schädlichen Bakterien stehen somit Tür und Tor offen. Ist es – beispielsweise morgens – nicht möglich, eine Stunde zu warten, sollten Sie die Zähne lieber vor dem Essen putzen. Nutzen Sie zur Erhaltung der Mundhygiene auch kleine Helfer wie Zahnseide und Interdentalbürsten, um die Zahnzwischenräume sauber zu halten.

2. Kontrolluntersuchungen wahrnehmen

Die zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen sollten Sie unbedingt wahrnehmen, denn verschiedene Erkrankungen verlaufen lange Zeit beschwerdefrei, etwa Karies oder Parodontitis. In der zahnärztlichen Praxis können diese jedoch erkannt und entsprechend behandelt werden, bevor Schmerzen und Einschränkungen auftreten. Im Zuge der halbjährlichen Untersuchung wird meist auch eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt.

Dabei können auch Nischen gesäubert werden, die mit der Zahnbürste nicht erreichbar sind. Dies geschieht mit Hilfe von Ultraschall- und Pulverstrahlgeräten, welche den Belag von den Zähnen entfernen. Nach der Behandlung werden Zähne mit einem Fluorid-Lack gehärtet, so dass Bakterien weniger leicht an der Zahnoberfläche anhaften können.

3. Zahnlücken zeitnah schließen

Ganz wichtig sind geschlossene Zahnreihen und das nicht nur unter dem ästhetischen Aspekt. Eine Lücke bedeutet für die Nachbarzähne Platz zum Wandern und so kippen diese nach und nach in Richtung des frei gewordenen Platzes. Betroffene klagen dann immer wieder über starke Kopf- oder Nackenschmerzen, da das Zusammentreffen der Kiefer gestört ist und die Kaubelastung ungleich verteilt wird. Eine gleichmäßige Belastung des Kiefers ist jedoch noch aus einem anderen Grund wichtig:

Fühlt sich der Knochen an einer Stelle „unterfordert“, bildet er sich zurück. Zahnersatzmöglichkeiten gibt es viele und für nahezu jede Lücke findet sich eine geeignete Lösung. Von herausnehmbaren Teil-Prothesen über Brücken bis hin zu festsitzendem Zahnersatz auf Implantaten ist vieles umsetzbar und kann an Ihre individuelle Zahnsituation angepasst werden.

4. Sanftes Bleaching sorgt für weiße Zähne

Die Zahnfarbe ist einerseits genetisch bedingt, andererseits treten durch Lebensmittel wie Nikotin, Kaffee und Rotwein im Laufe der Zeit lästige Verfärbungen auf. Bereits durch eine professionelle Zahnreinigung zeigt sich oftmals eine Aufhellung der Zähne. Genügt dies nicht, kann ein Bleaching in Betracht gezogen werden. Bei dieser Methode wird ein Gel, das Wasserstoffperoxid enthält, auf die Zahnreihen aufgetragen und anschließend mit einer Lampe aktiviert.

Im Gegensatz zu aufhellenden Zahncremes dringt das Gel in die Zähne ein und dank einer ungefährlichen chemischen Reaktion erscheinen diese nun heller. Dieses Verfahren bietet sich auch an, wenn es nach einer Wurzelbehandlung zu einer Verfärbung kommt. In diesen Fällen wird ein Bleichmittel in den Zahn gefüllt, das dafür sorgt, dass dieser wieder in das Gesamtbild passt.

5. Kleinere Schäden mit Veneers versorgen

Veneers sind kleine Schalen, die aus Keramik bestehen und lichtdurchlässig sind. Dadurch sind sie zum einen sehr gut verträglich und andererseits kaum vom echten Zahn zu unterscheiden. Einsatzgebiete der Veneers sind stark verfärbte Zähne, für die kein Bleaching infrage kommt oder aber als Ausbesserung bei starken Rissen oder abgebrochenen Zähnen. Ebenfalls genutzt werden sie bei großen Lücken zwischen Zähnen. Es gibt zwei Methoden, die Veneers auf den Zähnen anzubringen.

Bei der Non-Prep-Variante können die individuell angepassten Veneers direkt aufgeklebt und auch wieder fast ohne Beschädigung des Zahnes entfernt werden. Für das Anbringen der normalen Veneers ist hingegen ein Beschleifen des Zahns notwendig, ergo müssen die Zähne diesem Fall immer mit Veneers versorgt sein. Unabhängig von der Variante, sind Veneers eine ästhetisch ansprechende Möglichkeit, um kleine Schönheitsfehler mit minimalem Aufwand zu beseitigen.

 

 


Dr. med. dent. Teresa Bösch 

(Foto: Tom Gonsior)

Zahnärztin

Fachgebiete: Ästhetische Zahnmedizin, konservierende Zahnheilkunde, Invisalign®-Verfahren, Parodontologie.

2011 schloss Dr. Bösch ihr Zahnmedizinstudium ab und arbeitete daraufhin in verschiedenen Münchner Praxen. Das Curriculum Implantologie der Deutschen Gesellschaft für Implantologie absolvierte sie 2014. Seit 2015 ist sie in der Praxis für Zahnmedizin und Implantologie – Harder & Mehl tätig, wo sie sich der konservierenden und ästhetischen Zahnheilkunde widmet.

 

 

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