Start Politik Deutschland Bundestagswahl 2017 AfD-Spitzenkandidat Gauland fühlte sich von Petry nicht unterstützt

Bundestagswahl 2017
AfD-Spitzenkandidat Gauland fühlte sich von Petry nicht unterstützt

Nach der Absage Frauke Petrys an die AfD-Bundestagsfraktion hat Spitzenkandidat Alexander Gauland noch einmal nachgelegt.

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(Foto: dts)

Bonn/Berlin (nex) – Nach der Absage Frauke Petrys an die AfD-Bundestagsfraktion hat Spitzenkandidat Alexander Gauland noch einmal nachgelegt.

“Ich habe mich im Wahlkampf nicht gut unterstützt gefühlt von Frau Petry”, sagte der AfD-Politiker am Montag im phoenix-Interview.

“Frau Weidel und ich haben eine Menge Termine übernommen, die sie plötzlich abgesagt hat. Und dass man das Spitzenteam drei Tage vor der Wahlentscheidung in der ‘Leipziger Volkszeitung’ angreift, macht die Sache noch schlechter.”

Von daher sei er skeptisch, ob Petrys Entscheidung, der AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören zu wollen, “nur ein Verlust” sei.

Auf die Frage, ob Frauke Petry in ihrer Funktion als Parteivorsitzende von nun an der Vergangenheit angehöre, antwortete Gauland:

“Das weiß ich nicht. Das muss der Parteitag bestimmen. Und der tagt irgendwann Ende November, Anfang Dezember.”

Die Co-Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, hatte am Montagmorgen für eine Überraschung gesorgt, als sie bei einer Pressekonferenz mitteilte, aus der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag austreten zu wollen.

Nach “langer Überlegung” habe sie entschieden, nicht Mitglied der Fraktion zu werden.

“Ich werde jetzt diesen Raum verlassen”, so Petry wenige Minuten nach Beginn der Pressekonferenz. Co-Parteichef Meuthen reagierte überrascht über die “gerade geplatzte Bombe”, von der er auch keine Kenntnis gehabt habe.

Zuvor hatte sie in einem Statement noch den seit Monaten tobenden Machtkampf in der AfD-Spitze erwähnt. Dieser Dissens sollte nicht totgeschwiegen werden.

Sie möchte, so Petry, dass die Partei bis 2021 Regierungsfähig wird und wolle dies mit Realpolitik aktiv gestalten. Fragen beantwortete Petry nicht mehr.

Die AfD-Politikerin hatte in ihrem Wahlkreis in Sachsen ein Direktmandat errungen.

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