Start Panorama "Vorwurf der Wahlmanipulation" Warnstreik an Schulen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

"Vorwurf der Wahlmanipulation"
Warnstreik an Schulen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat nach Informationen des rbb an den Schulen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zum Warnstreik aufgerufen.

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(Foto: Wikimedia)

Berlin (nex) – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat nach Informationen des rbb an den Schulen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zum Warnstreik aufgerufen.

Die Lehrerinnen und Lehrer fordern einen Tarifvertrag und erheben in diesem Zusammenhang Vorwürfe gegen den Gemeindevorsitzenden Gideon Joffe. Weder am Moses-Mendelssohn-Gymnasium noch an der Heinz-Galinski-Grundschule gebe es verbindliche Regelungen der Arbeits- und Entgeltbedingungen, heißt es im Streikaufruf der GEW. Zusagen seien nicht eingehalten worden, es gebe faktisch keinerlei demokratische Beteiligung der Beschäftigten an den jüdischen Schulen. Der Warnstreik soll am kommenden Donnerstag stattfinden.

In diesem Zusammenhang wurde am Montag vor dem Berliner Arbeitsgericht ein Vergleich zwischen den gekündigten Direktorinnen der Galinski-Grundschule und der Gemeinde geschlossen. Unter Protest hatten die beiden Lehrerinnen ihre Leitungsfunktionen niedergelegt und wurden daraufhin fristlos entlassen. Die Gemeinde wird ihnen jetzt eine Abfindung von je 60.000 EUR zahlen. Abmahnungen in der Personalakte werden zurückgenommen. Allerdings kann die Gemeinde dem Vergleich noch bis zum kommenden Montag widersprechen.

Die Auseinandersetzungen an den jüdischen Schulen verschärfen den ohnehin schon vorhandenen internen Konflikt in der Berliner Jüdischen Gemeinde noch. Der Vorsitzende Gideon Joffe und seine Fraktion sehen sich mit dem Vorwurf der Wahlmanipulation konfrontiert. In diesem Zusammenhang ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft bereits seit mehr als einem halben Jahr.

 


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