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Syrische Flüchtlinge: Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt

„Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt und diese den Kurden übergeben, die aus dem Irak, Iran und anderen Regionen Syriens hergebracht wurden“, so ein arabischer Flüchtling gegenüber Journalisten.

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(Foto: AA)

Sanliurfa (nex) – Syrische Flüchtlinge aus Tall Abyad, die nun in der Südosttürkei leben, würden gerne in ihre Häuser zurückkehren, die vom syrischen PKK-Ableger PYD besetzt wurden.

Der 65-jährige Halil Abbut war 33 Jahre lang Zentralverwalter von Tall Abyad. Der Araber ist einer von Hunderten Menschen, die die PYD gezwungen hat, die nordsyrische Stadt in Richtung Türkei zu verlassen, wo sie sich vor zwei Jahren im Landkreis Akcakale der südosttürkischen Provinz Sanliurfa niedergelassen haben.

„Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt und diese den Kurden übergeben, die aus dem Irak, Iran und anderen Regionen Syriens hergebracht wurden“, sagt Abbut in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu und ergänzt: „Bevor die PYD hierherkam, bildeten die Araber die Mehrheit in der Stadt.“

In Sanliurfa leben nach Angaben des türkischen Innenministeriums derzeit etwa 500.000 Syrer.

Mit Unterstützung der von den US-gestützten Luftschläge gegen den IS (Daesh) hat im Juni 2015 die PYD – die Schwesterpartei der verbotenen Terrororganisation PKK – die Kontrolle über Tall Abyad übernommen und die arabischen und turkmenischen Einwohner dazu aufgefordert, die Gegend zu verlassen.

Amnesty International wirft der PYD Kriegsverbrechen in den mehrheitlich von Arabern und Kurden bewohnten Gebieten in Nordsyrien vor. Die Türkei hat bereits mehrmals die USA die Beendigung ihrer Unterstützung der PYD aufgefordert. Aber während die USA die PKK als eine Terrororganisation einstufen, bezeichnen sie die PYD als eine Verbündete im Kampf gegen den IS (Daesh) in Syrien.

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