Start Panorama "Aufbruchsstimmung" NRW-Wirtschaft fordert zügige Koalitionsgespräche

"Aufbruchsstimmung"
NRW-Wirtschaft fordert zügige Koalitionsgespräche

"Wir brauchen jetzt zügige und konstruktive Koalitionsverhandlungen, an deren Ende nicht eine Koalition des kleinsten gemeinsamen Nenners stehen darf", schreibt Arndt Kirchhoff, Präsident von Unternehmer NRW.

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(Foto: pixa)

Düsseldorf (nex) – Kurz vor Aufnahme der Koalitionsverhandlungen in NRW hat die Wirtschaft vor Verzögerungen gewarnt:

“Wir brauchen jetzt zügige und konstruktive Koalitionsverhandlungen, an deren Ende nicht eine Koalition des kleinsten gemeinsamen Nenners stehen darf”, schreibt Arndt Kirchhoff, Präsident von Unternehmer NRW, in einem Gastbeitrag für die in Düsseldorf erscheinende “Rheinische Post”.

Er verlangt von der neuen Landesregierung, Aufbruchsstimmung zu erzeugen. “Ärmel hoch! Anpacken! Loslegen! NRW ist viel zu wichtig für die Republik, als dass wir uns mit Mittelmaß zufrieden geben dürfen.” Konkret fordert Kirchhoff “mehr Kompetenzen für das Wirtschaftsministerium”.

Zudem müsse die Landespolitik “in der Überzeugung handeln, die geschlossenen Wertschöpfungsketten von der Grundstoffindustrie bis zu den Konsumgüterherstellern in unserem Land zu erhalten”. Zudem müssten die Verkehrsadern und das Breitbandnetz flächendeckend und zukunftsfest ausgebaut werden: “Infrastrukturbedingt stecken unsere Beschäftigten noch viel zu lange im täglichen Stau zur Arbeit, fahren unsere Schwertransporte noch viel zu weite Umwege und fließen die großen Datenmengen der Unternehmen – wenn überhaupt – viel zu langsam durch die Leitungen.”

Kirchhoff schlägt vor, das Ruhrgebiet zu einer Smart-City zu entwickeln.

“Das Revier ist dafür als europaweit größter Ballungsraum wie geschaffen, als Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensraum obendrein auch bezahlbar. Warum entwickeln wir diese Region mit ihren fantastischen Hochschulen, ihren fleißigen Menschen und vielen innovativen Unternehmen nicht zu einer Vorzeigeregion der Digitalisierung, mit deren Hilfe wir auch den drohenden Verkehrsinfarkt vermeiden können?”

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