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Giftgasangriff in Syrien: Türkei öffnet Grenzen für Opfer

Die Türkei hat am gestrigen Dienstag den Grenzübergang in Bab al-Hawa zu Syrien geöffnet, um Opfer des Chemiewaffen-Angriffs aus dem Ort Chan Scheichun in der nordsyrischen Provinz Idlib aufzunehmen.

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(Foto: AA)

Hatay (nex) – Die Türkei hat am gestrigen Dienstag den Grenzübergang in Bab al-Hawa zu Syrien geöffnet, um Opfer des Chemiewaffen-Angriffs aus dem Ort Chan Scheichun in der nordsyrischen Provinz Idlib aufzunehmen, der sich unter der Kontrolle der Opposition befindet.

Aus offiziellen Kreisen heißt es, dass die türkischen Behörden den Grenzübergang für Rettungswagen und private Fahrzeuge geöffnet hätten, die Menschen transportierten, die wegen der Giftgasattacke der Erstickungsgefahr ausgesetzt waren. 70 Personen seien bereits in der südosttürkischen Provinz Hatay in Krankenhäusern untergebracht worden.

Weiter hieß es, dass die türkischen Behörden den Handel an der Grenze vollständig eingestellt hätten, um die Strecke für die Rettungswagen freizuhalten.

Unterdessen teilte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin mit, dass es unmöglich sei, die brutalen Attacken wie den Chemiewaffenangriff auf die Zivilisten in Syrien hinzunehmen.

Beide Seiten betonten, dass ein gemeinsamer Einsatz zum Erhalt des fragilen Waffenruheabkommens in Syrien erforderlich sei, der im vergangenen Dezember vereinbart worden war. Auch die Kooperation im Kampf gegen den Terror müsse gestärkt werden.

Bei dem Giftgasangriff, für den das Assad-Regime verantwortlich gemacht wird, sind Medienberichten zufolge 100 Menschen getötet und mehr als 400, zumeist Frauen und Kinder, verletzt worden.

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