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"Gekaufte Sicherheit"
Kölner Polizeipräsident gegen private Patrouillen in Wohngebieten

Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies hat sich vehement gegen den Einsatz privat finanzierter Wachdienste als Patrouillen in Wohngebieten ausgesprochen.

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(Foto: pixa)

Köln (nex) – Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies hat sich vehement gegen den Einsatz privat finanzierter Wachdienste als Patrouillen in Wohngebieten ausgesprochen. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Er sei in Sorge, dass sich „zahlungskräftige Bewohner“ Sicherheit kauften und in ihrem Umfeld subtilen Druck ausübten, sich daran zu beteiligen, sagte Mathies dem Blatt zufolge in einer Diskussion zur Sicherheitslage in der Stadt Köln. Er bezweifelte, dass der Einsatz von Wachfirmen die Situation verbessere.

„Wenn es Ihnen subjektiv hilft, dann ist das so. Mir fehlen aber die objektiven Fakten“, hielt Mathies der Initiative „Sicherheit im Auenviertel“ entgegen, die in einer gut situierten Wohngegend des Stadtbezirks Rodenkirchen im Kölner Süden seit mehr als einem Jahr einen privaten Wachdienst Streife fahren lässt.

Die Mitglieder des als Verein organisierten Zusammenschlusses zahlen nach Angaben des Organisators Thomas Tettinger 90 Euro monatlich für diese Patrouillen. Mathies kündigte demgegenüber an, nach der Erhöhung der Polizeipräsenz in der Kölner Innenstadt seit den Gewaltexzessen der Silvesternacht 2015 auch verstärkt Beamte in der städtischen Peripherie einzusetzen.

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