Start Panorama Ausland Geldpolitik Eilmeldung: US-Bundesstaat Arizona prüft Zulassung von Gold als Zahlungsmittel

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Eilmeldung: US-Bundesstaat Arizona prüft Zulassung von Gold als Zahlungsmittel

Überraschende Nachrichten kommen aus den USA: Am heutigen Mittwoch wird im Arizona Senate Finance and Rules Committee über ein Gesetz beraten (HB 2014), mit dem Gold, Silber und andere Edelmetalle als gesetzliche Zahlungsmittel definiert werden sollen.

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(Beispielfoto. trt)

München (nex) – Überraschende Nachrichten kommen aus den USA: Am heutigen Mittwoch wird im Arizona Senate Finance and Rules Committee über ein Gesetz beraten (HB 2014), mit dem Gold, Silber und andere Edelmetalle als gesetzliche Zahlungsmittel definiert werden sollen.

„Wenn die Menschen die Freiheit hätten, selbst zu bestimmen, was sie als Geld verwenden möchten, würden sie sich wahrscheinlich für Gold oder Silber entscheiden“, stellt Ron Paul, langjähriger Kongressabgeordneter und zweifacher Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, fest.

Edelmetalle dienten der Menschheit 5.000 Jahre lang als Geld. Die Feindschaft von Politik und Zentralbanken gegen Edelmetallwährungen bzw. eine Edelmetalldeckung erklärt sich daraus, dass dann die Finanzierung von Staatsausgaben über Schulden stark einschränkt ist.

Dennoch war Gold rund 60 Jahre lang auch im US-Zentralbank-System der tragende Baustein. Erst als ausländische Regierungen – misstrauisch ob des immer stärker ansteigenden Defizits der USA – ihre US-Dollar Bestände bei der Fed in Gold umzutauschen begannen, schloss der damalige US-Präsident Richard Nixon im Jahr 1971 das „Goldfenster“.

Das seit nunmehr 46 Jahren laufende Papiergeldexperiment brachte den US-Bürgern dabei nur anhaltende Kaufkraftverluste. Damit gingen ein sinkender Lebensstandard und immer stärkere Einkommensunterschiede einher.

Eine Verabschiedung von HB 2014 gäbe den Menschen in Arizona die Möglichkeit, sich besser gegen diese Kaufkraftverluste zu schützen und brächte ähnliche Initiativen in weiteren Bundestaaten auf den Weg. Zudem würde ein klares Signal nach Washington geschickt:

„Auch die Forderungen, endlich eine Buchprüfung der Zentralbank Fed gesetzlich vor- und festzuschreiben sowie die bundesstaatlichen Zahlungsmittelgesetze aufzuheben, bekämen dann erheblichen Auftrieb“, so Paul.

„Arizona könnte Geschichte schreiben“, fügt Prof. Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von Mises Institut Deutschland, an. „Aber selbst wenn das Gesetz nicht verabschiedet wird, so führen solche Initiativen den Menschen doch immer deutlicher vor Augen, dass wir gerade im Geldsystem Alternativen zum herrschenden Fiat-Money-System brauchen und – noch wichtiger – dass es diese Alternativen auch gibt.“

Ludwig von Mises Seminar

Auf dem Ludwig von Mises Seminar spielt die Geldordnung und Alternativen zum herrschenden Geldsystem eine essentielle Rolle. Am 17. und 18. März 2017 werden hochkarätige Redner die Österreichische Schule der Nationalökonomie in Kronberg/Taunus vorstellen. Neben der Idee einer wettbewerblichen Geldordnung wird unter anderem auch die wissenschaftliche Methode der Österreicher vorgestellt und welche Bedeutung Eigentum und Eigentumsrechte für den Wohlstand einer Gesellschaft haben. Eine Anmeldung ist unter www.misesde.org möglich.

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