Start Politik Ausland Türkei Pilotprojekt: Türkische Regierung startet „Oma-Geld“

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Pilotprojekt: Türkische Regierung startet „Oma-Geld“

Am sogenannten "Großmutter-Projekt", das vom Ministerium für Familie und Sozialpolitik überwacht werden soll, würden zunächst 6.000 Familien in zehn Provinzen teilnehmen, kündigte der Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit, Mehmet Müezzinoglu, bei der Unterzeichnungszeremonie an.

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(Foto: AA)

Ankara (nex) – Die Türkei hat am gestrigen Mittwoch das Protokoll für ein Pilotprojekt unterzeichnet, das Zahlungen an Frauen vorsieht, die während der Arbeitszeit ihrer Töchter beziehungsweise Schwiegertöchter ihre Enkelkinder betreuen.

Am sogenannten „Großmutter-Projekt“, das vom Ministerium für Familie und Sozialpolitik überwacht werden soll, würden zunächst 6.000 Familien in zehn Provinzen teilnehmen, kündigte der Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit, Mehmet Müezzinoglu, bei der Unterzeichnungszeremonie an.

Ziel des Projekts sei die Unterstützung berufstätiger Frauen; Großmütter, die die Betreuung ihrer Enkelkinder übernehmen, sollen umgerechnet 107 Euro im Monat erhalten, so Müezzinoglu weiter.

Die Projektkosten beliefen sich auf 403.000 Euro pro tausend Familien, wobei die Hälfte dieser Summe von der Türkischen Arbeitsverwaltung (ISKUR), die andere von den weiteren an dem Projekt beteiligten Parteien finanziert werden soll.

Teilnahmeberechtigt an dem weltweit einzigartigen Projekt sind laut dem Arbeitsminister Mütter, die mindestens seit einem Jahr arbeiten und versichert sind. Desweiteren dürfe ihr Einkommen nicht höher als zwei Mindestlöhne kombiniert sein. Das Gesamteinkommen beider Elternteile dürfe monatlich drei Mindestlöhne nicht überschreiten.

„Unser Ziel sind Familien mit niedrigem Einkommen“, so Müezzinoglu. Das Ministerium werde die Anträge bis Ende Februar überprüfen. Starten soll das Projekt im kommenden Monat.

Das Alter der Großmutter soll ebenfalls berücksichtigt werden, so der Arbeitsminister weiter. Ein noch wichtigerer Faktor sei jedoch ihr Gesundheitszustand. Auch eine Überfünfundsechzigjährige könne bei guter Gesundheit am „Großmutter-Projekt“ teilnehmen.

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