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Volker Beck: Muslime jammern

Volker Beck handelt nach einem ungeschriebenen Gesetz: Wer nach einem Skandal wieder zurück auf die politische Bühne möchte oder sich profilieren will, möge auf die Muslime losgehen. Ein Kommentar.

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(Foto: Flickr/ B. Rankin CC BY-SA 2.0)

Volker Beck sorgt für Eklat auf der Einheitskonferenz

Von Said Rezek

Volker Beck, religions- und migrationspolitischer Sprecher der Grünen, zeichnen zwei Merkmale aus, die heutzutage entweder in Neurechten oder sogenannten Antideutschen Kreisen weit verbreitet und stark ausgeprägt sind:

Uneingeschränkte Solidarität mit dem Staate Israel und eine mindestens islamkritische Haltung im Inland.

Aus dieser Einstellung hat er bei der gestrigen Veranstaltung im Islamischen Zentrum Hamburg zum wiederholten Male keinen Hehl gemacht.

Muslime würden jammern* und einen Opferduktus betreiben, wenn sie Islamfeindlichkeit ansprechen. Wenn man Islamfeindlichkeit bekämpfen möchte, muss man Muslime vor ihren eigenen Verbänden und Vereinen in Schutz nehmen. Antizionismus sei per se antisemitisch.

Volker Beck handelt nach einem ungeschriebenen Gesetz: Wer nach einem Skandal wieder zurück auf die politische Bühne möchte oder sich profilieren will, möge auf die Muslime losgehen.

Vielleicht tue ich Volker Beck auch Unrecht und er ist tatsächlich überzeugt, von dem was er gesagt hat. In dem Fall, sollte er es Erika Steinbach gleichtun und bei der AfD anklopfen.

Das Motto der gestrigen Veranstaltung im Islamischen Zentrum Hamburg lautete übrigens: Einheit.

Im Mittelpunkt standen die Themen Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus. Volker Beck gab den Anwesenden eine Kostprobe von beidem.

 

(*Anm. Redaktion: Der Begriff „jammern“ wurde im Nachhinein aus dem Artikel der Morgenpost entfernt.)

(Foto: Screenshot/Google)

Said Rezek erhielt 2015 den Preis für die beste Akademische Arbeit des Jahres. 2016 ist sein Buch mit dem Titel „Integration trotz Islam?“ erschienen. Rezek ist freier Journalist und beschäftigt sich mit den Themen Integration, Islam, sowie Fragen der Einwanderungsgesellschaft.

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