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Syrien: Autobombenanschlag in Oppositionsstadt fordert über 60 Tote

Bei einem Autobombenanschlag in der von Oppositionellen gehaltenen nordsyrischen Stadt Azaz im Gouvernement Aleppo sind am heutigen Samstag mindestens 60 Menschen gestorben.

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(Foto: AA)

Aleppo (nex) – Bei einem Autobombenanschlag in der von Oppositionellen gehaltenen nordsyrischen Stadt Azaz im Gouvernement Aleppo sind am heutigen Samstag mindestens 60 Menschen gestorben.

Dies teilte der Sprecher einer der Opposition nahestehenden Zivilverteidigungseinheit mit.

Ein mit Sprengsatz beladenes Fahrzeug sei vor dem Gerichtsgebäude im Zentrum von Azaz explodiert, teilte Iyad Sheikh Razuk der Nachrichtenagentur Anadolu mit. Dabei seien große Schäden an Gebäuden entstanden, so Razuk weiter.

Abu Hasan, der als Arzt in einem örtlichen Krankenhaus arbeitet, habe gegenüber Anadolu erklärt, dass bei dem Anschlag 60 Menschen gestorben und 50 weitere verletzt worden seien.

Ende des vergangenen Monats haben syrische Oppositionskräfte und das Assad-Regime einen von Russland und der Türkei unterstützten Waffenstillstand erreicht, der zur Evakuierung von Zivilisten aus Ostaleppo in sichere Gebiete des von der Opposition kontrollierten Gouvernements Idlib gedient hat.

Syrien befindet sich seit 2011 in einem Bürgerkrieg. Das Assad-Regime hatte damals die Demonstrationen für Demokratie, die als Teil der Aufstände im „Arabischen Frühling“ entstanden waren, mit unerwarteter Brutalität und unverhältnismäßiger Gewalt niedergeschlagen.

Seitdem wurden nach Angaben der UNO im ganzen Land mehr als 250.000 Menschen getötet und mehr als zehn Millionen Menschen vertrieben.

Die Nichtregierungsorganisation Syrisches Zentrum für Politische Forschung geht jedoch von 470.000 Toten seit Ausbruch des Krieges vor fünf Jahren aus.

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