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Islam in Deutschland
Gefragter denn je: Islamische Religionslehrer

In NRW leben nach Angaben des Landes 1,5 Millionen Muslime, darunter 349 000 Schüler. Mit der steigenden Anzahl der muslimischen Schüler in Deutschland, wächst auch vor allem eines: der Bedarf an islamischen Religionslehrern.

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(Symbolfoto: Lienhard Schulz - Eigenes Werk, CC BY 2.5. wikimedia)

Von Caglar S. Efe

Köln (nex) – In NRW leben nach Angaben des Landes 1,5 Millionen Muslime, darunter 349 000 Schüler. Mit der steigenden Anzahl der muslimischen Schüler in Deutschland, wächst auch vor allem eines: der Bedarf an islamischen Religionslehrern.

Uni Münster als Vorreiter

Nachdem der Wissenschaftsrat bereits 2010, mit großer Zustimmung von Parteien Gewerkschaften und Verbänden, die Ausbildung von Islamlehrern für deutsche Schulen forderte, führte die Universität Münster bundesweit die ersten Studiengänge für islamische Theologie ein. Die Universitäten Osnabrück und Tübingen zogen nach.

Große Nachfrage

Während es im Jahr 2008 deutschlandweit nur 350 Islamkundelehrer gab, studieren heute rund 60 Prozent das Fach Islamische Theologie auf Lehramt – Tendenz steigend. So bewarben sich für das Wintersemester 2016/17 insgesamt 1800 Bewerber auf circa 220 Studienplätze, erklärt Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie, in einem Gespräch mit dem WDR.

Um den Bedarf an islamischen Religionslehrern zu decken, werden ihm zufolge bundesweit 3000 bis 5000 Religionslehrer benötigt, davon 2000 allein in Nordrhein-Westfalen, meint er weiter.

Gute Berufsaussichten trotz Unsicherheit

Da der Beruf sehr gefragt ist, erhielt die Hälfte von 30 Masterabsolventen bereits vor Ende ihres Studiums Jobangebote von Schulleitern, erläutert Khorchide. Bestehende Ängste und Unsicherheiten hinsichtlich des islamischen Religionsunterrichts, seien nach Gesprächen mit den Lehramtsanwärtern geklärt worden.

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