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PKK in Europa
Wien: Österreichischer Politiker verurteilt PKK-Treffen in Volkshochschule

Wenige Wochen nach einem Kongress radikaler Islamisten konnten auch Anhänger der terroristischen PKK in einer Wiener Volkshochschule auftreten. Ein Politiker fordert nun einen Förderstopp für die Einrichtung.

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(Foto: Facebook/Screenshot)

Wien (nex) – Die Volkshochschulen in Österreichs Hauptstadt Wien sind bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur sechs Wochen zum Gegenstand politischer Debatten rund um den Umgang mit extremistischen Bestrebungen in den Einwanderercommunitys geworden.

Hatten vor sechs Wochen die FPÖ und Teile der Presse scharfe Kritik daran geübt, dass “radikale Islamisten” mit einem Prediger aus Tunesien in den Räumlichkeiten der Volkshochschule im Bezirk Donaustadt einen Kongress abgehalten hatten, kritisiert jetzt die linksliberale Partei NEOS eine Veranstaltung der terroristischen PKK in der VHS Meidling, die am 8. Dezember stattgefunden hatte.


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Darin seien, so teilt die Partei mit, auch “paramilitärische Paraden” abgehalten worden. Veranstalter des grotesken Aufmarsches war die “Stimme der Kurden in Österreich” (Avusturya Kürt Basin Merkezi).

Der “Neuen Kronen Zeitung” zufolge sollen die Wände mit Postern des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan geschmückt gewesen sein und bereits Kinder sollen an den militärisch anmutenden Vorführungen teilgenommen haben.

Der Wiener NEOS-Landtagsabgeordnete Christoph Wiederkehr forderte nun einen Förderstopp für die aus öffentlichen Haushalten mitfinanzierten Volkshochschulen, solange diese ihre Räume für extremistische Bestrebungen zur Verfügung stelle. Auf Facebook schrieb er:

Eine PKK-Splittergruppe tötet in Istanbul bei einem Anschlag 38 Menschen. Gleichzeitig wird eine PKK-Propagandaveranstaltung in Wien toleriert. Geht’s noch? Genau sowas fördert die Spaltung der Gesellschaft in Österreich. Ich fordere einen Förderstopp der Volkshochschulen bis zur klaren Distanzierung von derartigen Vereinen.”

Die Volkshochschulen weisen alle Vorwürfe von sich und betonen, es sei “alles legal” gewesen, was sie mit den extremistischen Vereinen vereinbart hätten.

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