"Medizinische Sensation" Welt-Aids-Tag: Pharmaindustrie zeigt kein Interesse an möglichem HIV-Heilmittel

"Medizinische Sensation"
Welt-Aids-Tag: Pharmaindustrie zeigt kein Interesse an möglichem HIV-Heilmittel

Mehr als zehn Jahre seines Forscherlebens habe der Hamburger Virologe Joachim Hauber bereits in seinen großen Traum investiert: HIV heilbar machen. Es seien mühselige Jahre im Labor, mit vielen Rückschlägen.

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(Foto: Screenshot/NDR)

Dortmund (nex) – Mehr als zehn Jahre seines Forscherlebens habe der Hamburger Virologe Joachim Hauber bereits in seinen großen Traum investiert: HIV heilbar machen. Es seien mühselige Jahre im Labor, mit vielen Rückschlägen.

Den großen Durchbruch habe der Professor am Hamburger Heinrich-Pette-Institut im Februar 2016 erlebt: Hauber und Kollegen entfernten im Labor mit Hilfe einer Gen-Schere erstmals HI-Viren komplett aus menschlichen Zellen. Eine medizinische Sensation und Hoffnung für Millionen Infizierte.

Kein Geld für Studien

Nun könne die neue Methode erstmals auch an Menschen getestet werden. Aber der Weg sei für Hauber noch mühseliger geworden, wie NDR aktuell am Donnerstag berichtet. 12 Millionen Euro würden die klinischen Studien kosten und die Investorensuche gestalte sich schwierig.

Ausgerechnet die Pharmaindustrie winke ab und habe kein Interesse, so Hauber gegenüber NDR. Für den Pharmakologen Gert Glaeske nicht verwunderlich. “Die Branche verdient gut an den vorhandenen HIV-Medikamenten. Eine Therapie kostet im Jahr 15.000 Euro, das ist ein gutes Geschäft!”

 

 

 

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