Start Panorama Ausland Khar Sarnai Wegen Hakenkreuz: Russischer Diplomat prügelt mongolischen Rapper ins Koma

Khar Sarnai
Wegen Hakenkreuz: Russischer Diplomat prügelt mongolischen Rapper ins Koma

Medienberichten zufolge wurde einer der bekanntesten Rapper der Mongolei, Amarmandakh Sukhbaatar, nach einem Auftritt in einem Kleidungsstück mit einem Hakenkreuz (Swastika) – einem traditionellen mongolischen Symbol - von einem russischen Diplomaten zusammengeschlagen.

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(Foto: Screenshot/Youtube)

Ulanbataar (nex) – Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP wurde einer der bekanntesten Rapper der Mongolei, Amarmandakh Sukhbaatar, nach einem Auftritt in einem Kleidungsstück mit einem Hakenkreuz (Swastika) – einem traditionellen mongolischen Symbol – von einem russischen Diplomaten zusammengeschlagen. Dies teilten laut AFP der Anwalt des Sängers und die Polizei am gestrigen Freitag mit.

Amarmandakh Sukhbaatar, bekannt als Amraa und der Leadsänger von Khar Sarnai – zu deutsch: Schwarze Rose“ – , sei bei einer Veranstaltung in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar in einem roten, mit einem Hakenkreuz bestickten Deel (traditioneller mongolischer Mantel) auf die Bühne gekommen.

Wie sein Anwalt und sein Vater Journalisten am gestrigen Freitag mitgeteilt hätten, sei er nach dem Auftritt von einem russischen Diplomaten brutal zusammengeschlagen worden.

Der Sänger, der russisch spricht und einen Gastauftritt bei Mongolia’s Got Talent im vergangenen Jahr hatte, befand sich nach dem Zwischenfall, so der Vater Sevjidiin Sukhbaatar, zehn Tage lang im Koma.

„Meinem Sohn wurde mit einem Metalgegenstand mehrmals ins Gesicht geschlagen, er wurde ernsthaft verletzt“, erklärte er und fügte hinzu: „Er wurde am Gehirn schwer verletzt“. Auch der Vater trug einen Deel, eine Pelzmütze und hatte ein Buch mit verschiedenen Swastikaformen dabei.

Amraa bezieht sich in seinen Liedern regelmäßig auf die mongolische Geschichte, Kultur und Identität. Er trägt oft Kleidungsstücke mit einer Swastika auf der Bühne. Aber das Symbol wird auch von rechtsextremistischen, nationalistischen Gruppierungen in der Mongolei verwendet.

Amraas Anwalt, sein Vater und Bandkollegen dementierten die in den sozialen Medien verbreitete Behauptung, dass der Sänger in seiner Show „Heil Hitler“ gerufen habe.

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