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Kampf gegen den Terror
Türkei: Landesweite Razzien gegen Politiker mit Terrorverbindungen – über 200 Festnahmen

Medienberichten zufolge hat die Polizei in der Türkei am heutigen Montag im Zusammenhang mit Ermittlungen nach den beiden tödlichen Selbstmordanschlägen vom vergangenen Samstag in verschiedenen Provinzen 198 Personen wegen des Verdachts der Verbindungen zur Terrororganisation PKK festgenommen.

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(Foto: AA)

Izmir (nex) – Medienberichten zufolge hat die Polizei in der Türkei am heutigen Montag im Zusammenhang mit Ermittlungen nach den beiden tödlichen Selbstmordanschlägen vom vergangenen Samstag in verschiedenen Provinzen 235 Personen wegen des Verdachts der Verbindungen zur Terrororganisation PKK festgenommen.

Unter den Festgenommenen befinden sich Provinzverwalter, Bürgermeister und Mitglieder der Demokratischen Partei der Völker (HDP) sowie ihres regionalen Ablegers Demokratische Partei der Regionen (DBP).

Polizeieinheiten haben in Istanbul, Ankara, Adana, Manisa, Mersin und Sanliurfa Anti-Terror-Einsätze sowie in einigen HDP- und DBP-Büros auch Razzien durchgeführt, heißt es weiter. Die Polizei habe 20 Verdächtige in Istanbul, 18 in Ankara, 25 in Adana, 36 in Gaziantep, 5 in Manisa, 93 in Mersin, darunter auch Provinzbürgermeister festgenommen. Mindestens 68 Verdächtige werden den Meldungen zufolge noch von der Polizei gesucht.

Bei den beiden Terrorangriffen vom vergangenen Samstag, für die die PKK-Splittergruppe TAK die Verantwortung übernommen hat, sind 44 Menschen, darunter sieben Zivilisten, getötet und weitere 155 verletzt worden.


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Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

HDP-Politikern wird schon seit Längerem vorgeworfen, offen ihre Unterstützung für die PKK kundzutun, Selbstmordattentäter zu lobpreisen, zu Gewalt und Hass aufzurufen sowie Terroristen beizustehen.

So hatte beispielsweise die HDP-Ko-Vorsitzende Figen Yüksekdag an Beerdigungsfeiern von PKK-Terroristen teilgenommen. Ihr Kollege Selahattin Demirtas hatte sich lobend über den PKK-Anführer Abdullah Öcalan geäußert. Andere HDP-Abgeordnete haben der Türkei mit der PKK gedroht, ebenfalls an Beerdigungsfeiern von PKK-Mitgliedern teilgenommen und den Terroristen finanziell und strategisch zur Seite gestanden.

Demirtas, der sich unter den 12 am 4. November festgenommenen HDP-Abgeordneten befindet, hat den Terroranschlag von Samstag, den er als ein brutales Massaker bezeichnete, mit einer Mitteilung aus dem Gefängnis verurteilt und den Familien der Opfer sein Beileid geäußert. Auch die HDP verurteilte den Anschlag mit einem Statement.


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