Krieg in Syrien
    Russisches Außenministerium: „Was westliche Agenturen berichten, muss nicht Realität entsprechen“

    Das russische Außenministerium hat Berichte dementiert, wonach Washington und Moskau ein Abkommen über den Abzug von Oppositionskämpfern aus Aleppo erreicht hätten. Russland nennt die Vorstellungen der Amerikaner dazu "nicht akzeptabel".

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    (Foto: nex)

    Damaskus (nex) – Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Ryabkow erklärte am Sonntag, dass es noch keine Einigung mit den USA über einen freien Abzug der noch in Aleppo verbliebenen Oppositionskämpfer gibt.

    Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA. In der Vorwoche war es der syrischen Armee mit Unterstützung Russlands gelungen, den Ostteil der Stadt einzunehmen. Reuters zufolge hatten Angehörige der Gruppen davon gesprochen, dass zwei Länder einen Entwurf für ein Abkommen vorgelegt hätten, das deren Angehörigen und ihren Familien freies Geleit zum Abzug aus Aleppo ermöglichen würde.

    „Was westliche Agenturen berichten, muss nicht unbedingt der Realität entsprechen“, erklärte Ryabkow. Die Russische Föderation arbeite daran, die erforderlichen Voraussetzungen für einen freien Ausgang der Menschen aus der Stadt zu schaffen.

    „Die Frage des Abzugs von Oppositionskämpfern ist Gegenstand unterschiedlicher Verhandlungen“, so Ryabkow. „Es gibt noch kein Abkommen, hauptsächlich weil die USA auf inakzeptablen Bedingungen bestehen.“ RIA zufolge kündigte der Minister aber an, die Gespräche zwischen US-amerikanischen und russischen Experten würden in Genf fortgesetzt.

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