Start Meinung "Von Ideologen in Geiselhaft genommen" Kommentar: Meine Wünsche an meinen christlichen Mitbürger

"Von Ideologen in Geiselhaft genommen"
Kommentar: Meine Wünsche an meinen christlichen Mitbürger

Heute ist es wichtiger als je zuvor sich an gemeinsame christlich muslimische Werte zuhalten. Besonders in Zeiten, in denen Terror und Zwiespalt die gesamte Welt heimsuchen und auch mein geliebte Heimat, Deutschland.

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(Foto: pixa)

Von Mohamed Ammer

Heute ist es wichtiger als je zuvor sich an gemeinsame christlich muslimische Werte zuhalten. Besonders in Zeiten, in denen Terror und Zwiespalt die gesamte Welt heimsuchen und auch mein geliebte Heimat, Deutschland.

Weihnachten ist für unsere christlichen Mitbürger die Zeit in der ihrer Familien zusammenkommen und in der in den Kirchen die Botschaften des Messias, Jesus ( Frieden und Segen seien mit ihm) gedacht werden. Es werden leider aber auch christliche Werte konstruiert, die es nicht gibt, so wurde aus dem Gut-tuenden Nikolaus der Konsum-Santa-Claus.

Heute wird das Christentum und der Islam von Ideologen in Geiselhaft genommen und nicht – vorhandene Konflikte werden inszeniert, um zwischen die Leute der Schrift Muslime und Christen Unheil zu stiften.

Diese Tage bieten uns Muslime und Christen die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Wort zu kommen. Es beginnt mit den Sohn der Maria mit dem reinen Herzen, der aus der Wiege sprach und das menschliche Dasein mit Barmherzigkeit und Selbstlosigkeit veredelte.

Der Messias, der jedes hungernde Kind und jede leidende Mutter von Ungerechtigkeit befreien wird. Als Muslim gestehe ich ein, dass meine Gemeinschaft großen Nachholbedarf besitzt, viele Christen wissen nicht mal, dass wir Muslime Jesus lieben und die Jungfrau Maria, die Mutter Christis zu den besten Frauen zählen.

Wir müssen lernen, wenn wir wirklich gemeinsam Leben wollen den anderen zu respektieren und zu achten. Wenn wir behaupten wir seien ein christliches Abendland, dann sollten wir doch bitte christlich handeln und reagieren. Hätte Jesus eine muslimische Frau, die ihm die Hand aus ihrer religiösen Überzeugung nicht reichen will, gezwungen dies zutun?

Zweifelsfrei nein. Er hätte seine Hand auf sein Herz gelegt. Sind wir Christen? Oder sind wird nur dann Christen, wenn wir gegen Muslime sind? Diese Frage richtet sich auch umgekehrt an die Muslime. Für dieses Land und unserer Zukunft müssen wir uns auf unsere tatsächliche Werte besinnen, statt Schein- und Trugdebatten von Populisten zu folgen.

In dieser Zeit habe ich besonders ein Wort an die zu richten, die unsere Aufmerksamkeit brauchen. Viel Leid trifft die Christen des Orients, sie werden verfolgt und ermordet und dies alleine weil sie Jesus lieben. Einige von ihnen fanden den Tod andere sind zu uns geflüchtet. Wer jemanden tötet, weil dieser Jesus liebt, hat sich wahrlich jeden Muslim zum Gegner genommen und dessen Kläger wird der letzte Gesandten Gottes sein.

Ich wünsche allen meinen christlichen Mitbürgern die Besinnung auf die prophetischen Werte und besinnliche aber besonders friedliche Tage. Der Frieden und die Ruhe muss in die Herzen der Menschen einkehren, nur so kann dieses Land weiter erfolgreich sein.

 


Mohamed Ammer ist in Berlin geboren und studiert Rechtswissenschaft an der Freien Universität in Berlin. 

Er ist Gründer der Internetplattform Islamfeindlichkeit.de, das sich zum Forschungszentrum entwickelt hat und zusätzlich ist er Beisitzer und Unterstützer zahlreicher gesellschaftlicher Initiativen und sozialer Projekte.

Die Heimat seiner Eltern ist der Libanon, aufgewachsen mit der konfessionellen und religiösen Vielfalt des Orients in der bunten Hauptstadt  Deutschlands.

 

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