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IS-Türkei-Öldeal: US-Regierung möchte Entschuldigung nun doch nicht mehr bestätigen

Ein US-amerikanischer Regierungsvertreter hat nicht bestätigt, dass die USA sich im vergangenen Jahr für die falsche Behauptung, die Türkei habe Ölhandel mit dem IS (Daesh) getrieben, nach Darstellung türkischer Regierungsvertreter entschuldigt hätten.

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(Foto: pixa)

Germersheim (nex) – Ein US-amerikanischer Regierungsvertreter hat nicht bestätigt, dass die USA sich im vergangenen Jahr für die falsche Behauptung, die Türkei habe Ölhandel mit dem IS (Daesh) getrieben, nach Darstellung türkischer Regierungsvertreter entschuldigt hätten.

Hochrangige türkische Diplomaten hätten der englischsprachigen Tageszeitung Daily Sabah eigenen Angaben zufolge am gestrigen Freitag berichtet, dass die CIA und US-Außenminister Kerry sich bei der Türkei entschuldigt hätten, nachdem der türkische Geheimdienst MIT Anfang des Jahres 2015 in einem Bericht die Behauptung widerlegt habe.

Nach einer sorgfältigen Überprüfung der CIA-Dokumente hätten Mitarbeiter des türkischen Geheimdienstes MIT festgestellt, dass die in dem Dokument angegebenen geografischen Daten, die auf den Ort des vermeintlichen IS-Türkei-Öldeals hinweisen sollen, in Wahrheit eine Asphaltanlage in der südostanatolischen Stadt Kilis zeigten.

Ein CIA-Sprecher wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern und wies Daily Sabah darauf hin, ihre Anfrage an das US-Außenministerium zu richten.

Doch auch ein hochrangiges Mitglied des Außenministeriums vermied es, sich zu Details des diplomatischen Gesprächs äußern, erklärte jedoch, dass sich die Einschätzung der USA in dieser Frage nicht geändert habe:

„Wie wir auch zuvor erklärt haben, lehnen die USA die Behauptung ab, dass die Türkei mit dem IS (Daesh) in Verbindung stehe, um Öl zu schmuggeln. Wir haben keinen Beweis entdeckt, der eine solche Anschuldigung stützt. Die Türkei spielt eine bedeutende Rolle in der Anti-IS (Daesh)-Koalition. Tatsächlich ist der Ölschmuggel des IS dank dem Einsatz der türkischen Regierung und den anderen Anti-IS-Koalitionsmitgliedern mit den Angriffen auf die Ölförderungsanlagen sowie die Transportinfrastruktur mit der Zeit zurückgegangen.“

Obwohl die Türkei Mitglied der von den USA angeführten Anti-IS (Daesh)-Koalition ist, kursieren in den internationalen Medien immer wieder Behauptungen, dass die Türkei Öl mit Hilfe des IS (Daesh) schmuggle. Mehrere US-amerikanische Medienkanäle hatten 2014 und Anfang des Jahres 2015 von dem vermeintlichen Deal berichtet.

Als jedoch auch Russland infolge der Kampfjetkrise vom November 2015 die Türkei des Ölhandels mit dem IS (Daesh) beschuldigte, lehnten die USA die Vorwürfe kategorisch ab.


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