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Deutschland schlägt zurück: Türkische Sportler am Düsseldorfer Flughafen über sechs Stunden festgehalten

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(Foto: pixa)

Düsseldorf (nex) – Das „Flughafengate“ zwischen Deutschland und der Türkei geht in die nächste Runde. Nachdem am vergangenen Montag die stellvertretende türkische Parlamentssprecherin Aysenur Bahcekapili und ihre Delegation von deutschen Beamten am Kölner Flughafen festgehalten worden waren, hatte Erdogan am vergangenen Mittwoch damit gedroht, dass er „das auf die gleiche Weise handhaben muss“.

Am selben Abend hatten vier deutsche Diplomaten am Flughafen Istanbul Atatürk „aufgrund der neuen Vorgehensweise gegenüber deutschen Diplomaten“ ihr Flugzeug verpasst. Nun schlägt Deutschland zurück:

Die deutsche Polizei hat am gestrigen Freitagabend eine Gruppe von 14 türkischen Sportlerinnen und Sportlern am Flughafen Düsseldorf über sechs Stunden festgehalten. Eine Person wurde festgenommen.

Die festgenommene Person, dessen Identität nur mit T. Ö. bekannt gegeben wurde, soll türkischen Diplomatenkreisen zufolge versucht haben, einem Menschen die illegale Einreise nach Deutschland zu ermöglichen.

Die Flughafenpolizei habe die Sportlergruppe, in der sich auch Kinder und Frauen befinden, mit Hilfe eines Dolmetschers vernommen.

Türkischen Regierungsvertretern sei vonseiten der Flughafenpolizei mitgeteilt worden, dass die Vernehmung der Sportler lange dauern könne und diese bis zum Ende des Verhörs zu niemandem Kontakt aufnehmen dürften. Über den Zwischenfall habe sie keine weiteren Informationen erteilen wollen, heißt es weiter.

Die Sportler waren Berichten zufolge für die Teilnahme an einem Karateturnier nach Deutschland geflogen.

Anfang der Woche waren die türkische stellvertretende Parlamentssprecherin Aysenur Bahcekapili und ihre Delegation von deutschen Beamten am Kölner Flughafen festgehalten. „Nach den Maßstäben meines Landes war das Verhalten unhöflich“, hatte Bahcekapili nach dem Zwischenfall erklärt, der bei Politikern in der Türkei für Empörung gesorgt hatte. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte anschließend damit gedroht, dass er „das auf die gleiche Weise handhaben muss“.

Die deutsche Polizei spielte den Zwischenfall herunter – es habe sich um eine Routineüberprüfung gehandelt.

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