„Admiral Kusnezow“ Syrien: Russischer Flugzeugträger bereit für ersten Kriegseinsatz

„Admiral Kusnezow“
Syrien: Russischer Flugzeugträger bereit für ersten Kriegseinsatz

Neben der Admiral Kusnezow gehören des Weiteren der atomgetriebene Raketenkreuzer „Pjotr Weliki“ und die U-Boot-Jagdschiffe „Seweromorsk“ und „Vize-Admiral Kulakow“ der Flugzeugträgerkampfgruppe an.

TEILEN
(YouTube/Screenshot)

Moskau (nex) – Der russische Flottenverband um den Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ sowie die ihn begleitenden Kriegsschiffe haben die syrische Küste erreicht. Dies berichtet das Onlineportal „sputniknews“ unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Sie hätten sich dem Kampf gegen die Terrormiliz IS (Daesh) angeschlossen, so der Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

Laut Schoigu ist es in der Geschichte der russischen Kriegsmarine der erste Kriegseinsatz der „Admiral Kuznezow“. Schoigu erklärte in Moskau bei einem Treffen mit Präsident Putin, dass bordgestützte Flugzeuge Su-33 Angriffe in Syrien geflogen hätten. Die Ziele seien dabei Munitionslager, Trainingscamps sowie Kampfstoff-Fabriken der IS-Milizen gewesen.

Neben der Admiral Kusnezow gehörten, so sputniknews, der atomgetriebene Raketenkreuzer „Pjotr Weliki“ und die U-Boot-Jagdschiffe „Seweromorsk“ und „Vize-Admiral Kulakow“ ebenfalls der Flugzeugträgerkampfgruppe an.

Die russische Luftwaffe ist seit September 2015 in den Syrienkonflikt involviert. Sie fliege auf offizielle Bitte Damaskus‘ Angriffe gegen Stellungen des IS (Daesh) und mit ihm verbündete Terrorgruppen in dem Land, erklärt die russische Regierung.

Syrien befindet sich seit Anfang 2011, als Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie mit unerwarteter Brutalität niederschlug, in einem grausamen Bürgerkrieg.

Der Konflikt in dem Land, der UN-Angaben zufolge in die längste Flüchtlingskrise dieses Vierteljahrhunderts ausgeartet ist, hat mehr als vier Millionen Menschen, also ein Sechstel der Landesbevölkerung, gezwungen, Schutz in Nachbarländern zu suchen.

Bislang wurden nach Angaben der UNO mehr als 250.000 Menschen getötet und über 10 Millionen vertrieben.

Die Nichtregierungsorganisation Syrisches Zentrum für Politische Forschung geht jedoch von 470.000 Toten seit Ausbruch des Krieges vor fünf Jahren aus.

Facebook Kommentare