241. Jahrestag der US-Navy Twitterbeitrag der US-Navy verärgert Türken

241. Jahrestag der US-Navy
Twitterbeitrag der US-Navy verärgert Türken

Ein Twitterbeitrag der US-Navy verärgerte die türkischen User. Es geht dabei um ein historisches Bild, auf dem US-amerikanische Marinesoldaten unter osmanischer Flagge stehende Soldaten töten.

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(Foto: Screenshot/Twitter)

Dortmund (nex) – Ein Twitterbeitrag der US-Navy verärgerte die türkischen User. Es geht dabei um ein historisches Bild, auf dem US-amerikanische Marinesoldaten unter osmanischer Flagge stehende Soldaten töten.

Die Navy teilte die Botschaft am gestrigen Donnerstag anlässlich ihres 241. Jahrestages via Twitter. Über dem Bild ist zu lesen: “Amerikanische Marinesoldaten – hart, mutig, bereit”. Jedes Adjektiv ist mit einem Bild unterlegt. Auf einem der Bilder ist eine Szene aus der Zeit der Barbareskenkriege zu sehen. Gemeint sind damit die beiden kriegerischen Auseinandersetzungen (1801-1805, 1815) zwischen den USA, Schweden und den nordafrikanischen Staaten. Letztere wurden als Barbareskenstaaten bezeichnet. Tunesische und algerische Territorien sowie Tripolis (heutiges Libyen) waren damals autonome Gebiete unter osmanischer Herrschaft.

Hunderte türkische Twitteruser reagierten auf den Post. Sie schrieben, dass die US-Navy der Türkei zu einer Zeit, wo die Spannungen zwischen den beiden Staaten groß seien, eine subliminale Botschaft übermittle. Einige User teilten Bilder der brennenden US-amerikanischen Fregatte USS-Philadelphia während der Barbareskenkriege. Ein anderer Beitrag zeigt ein Video von US-Soldaten, die im Irak in einen Hinterhalt geraten sind und um Hilfe rufen. Darunter ist zu lesen: “Seid ihr euch da sicher mit eurem ‘Mut’?”

Der Twitterpost der Navy kommt gerade zu einem Zeitpunkt, an dem die türkisch-amerikanischen Beziehungen aus mehreren Gründen belastet sind, unter anderem auch wegen der Unterstützung des syrischen PKK-Ablegers PYD/YPG durch die USA.

Die Konflikte im 19. Jahrhundert entstanden wegen der an die Barbareskenstaaten zu entrichtenden Tributzahlungen, um das Mittelmeer passieren zu können. Als Thomas Jefferson Präsident der Vereinigten Staaten wurde, verweigerte er die Zahlungen und intervenierte in der Region. Der Krieg endete mit Zugeständnissen vonseiten der Barbareskenstaaten an die USA, die nun das Mittelmeer unter fairen Bedingungen überqueren durften.

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