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Sitzung für Fatwa und Forschung in Istanbul
Islamischer Gelehrter: Muslime weltweit müssen Aleppo zu Hilfe kommen

Muslime, unterstrich er, „mögen keine Gewalt und kein Blutvergießen und nehmen Abstand davon, anderen gegenüber feindlich eingestellt zu sein – mit Ausnahme derer, die sie angreifen", so Qaradawi in einem Interview.

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(Foto: AA)

Istanbul (nex/aa)- Muslime auf der ganzen Welt sollten ihren Brüdern und Schwestern im besetzten Aleppo zu Hilfe kommen, sagte der Vorsitzende der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (IUMS) mit Sitz in Katar, Yusuf al-Qaradawi, der Nachrichtenagentur Anadolu.

Das exklusive Interview fand während seines letzten Besuchs in Istanbul statt, wo er an der 26. Sitzung des Europäischen Rates für Fatwa und Forschung (ECFR) teilnahm. Seit dem Ende des wochenlangen Waffenstillstands am 19. September hält das syrische Regime Teile von Aleppo mit russischer Unterstützung aus der Luft, was Hunderte Zivilisten bereits mit dem Tod oder Verletzungen bezahlt haben. Al-Qaradawi rief die Muslime auf der ganzen Welt dazu auf, zur Verteidigung Aleppos vor der Grausamkeit des syrischen Regimes und seiner Verbündeten zusammenzurücken.

„Die Umma [die globale Gemeinschaft der Muslime] darf nicht zerschlagen werden“, betonte er und fügte hinzu: „Als Muslime teilen wir alle dasselbe Schicksal. Aleppo, das leidet weiterhin leiden wird, ist die wichtigste Angelegenheit unserer Zeit. Es wird von allen Seiten von den Feinden des Islams angegriffen.“ Muslime, unterstrich er, „mögen keine Gewalt und kein Blutvergießen und nehmen Abstand davon, anderen gegenüber feindlich eingestellt zu sein – mit Ausnahme derer, die sie angreifen.“

 

Die anhaltende Besatzung hat zu Nahrungsmittelknappheit und Mangel an medizinischen Geräten geführt, was wiederum das Leben der Zivilbevölkerung der Stadt bedroht.


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