Bundeswehr in İncirlik Türkei: Deutschland will trotz Besuchsverbots 58 Millionen Euro in...

Bundeswehr in İncirlik
Türkei: Deutschland will trotz Besuchsverbots 58 Millionen Euro in Militärbasis Incirlik investieren

Deutschland will trotz des geltenden Besuchsverbots für Politiker auf der Basis 58 Millionen Euro in den Ausbau militärischer Anlagen in İncirlik investieren. Die Türkei verlangt nach wie vor eine Rücknahme der umstrittenen Armenier-Resolution des Deutschen Bundestages.

TEILEN
(Foto: pixa)

İncirlik: Deutschland will trotz Differenzen 58 Millionen Euro in Militärbasis investieren

Adana (nex) – Ungeachtet der Turbulenzen rund um das Besuchsverbot für deutsche Politiker auf der türkischen Luftwaffenbasis İncirlik will das deutsche Verteidigungsministerium 58 Millionen Euro in die wichtige NATO-Basis im Süden der Türkei investieren. Dies berichtet “Spiegel online”.

Die Basis beherbergt derzeit unter anderem sechs deutsche Tornado-Aufklärungsflugzeuge. Von İncirlik aus operiert die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition. Etwa 26 Millionen Euro sollen in den Bau einer neuen Landebahn sowie modernere Unterkünfte für die Soldaten fließen. Weitere 30 Millionen sind für die Modernisierung temporärer Gefechtsstände für Operationen gedacht, die von der Basis aus dirigiert werden sollen.

Trotz der jüngsten Differenzen mit der Türkei will, so das Magazin, Deutschland an der Unterstützung der Anti-IS-Operation festhalten. Die Türkei hat politischen Delegationen aus Deutschland Besuche auf der Basis untersagt, nachdem der Deutsche Bundestag im Juni eine umstrittene Resolution verabschiedet hatte, in der die Ereignisse rund um die Deportation armenischer Bevölkerungsteile im Osmanischen Reich des Jahres 1915 als “Genozid” bezeichnet wurden.

Am 29. August erklärte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erneut, dass die Türkei an dieser Regelung festhalten wolle, solange aus Deutschland keine Klarstellung hinsichtlich dieser aus Sicht der Türkei inakzeptablen Darstellung komme. “Wir erlauben es Leuten, die auf unverantwortliche Weise mit der Geschichte spielen, nicht, unsere Sperrgebiete zu betreten”, machte der Minister deutlich.

 


Auch interessant:

Leipzig: Anschlag auf Büro von Armenien-Resolution-Gegnerin Kudla

 

Facebook Kommentare

TEILEN