UN sprechen von möglichem Kriegsverbrechen SOS-Kinderdörfer verurteilen Angriff auf Hilfskonvoi in Syrien

UN sprechen von möglichem Kriegsverbrechen
SOS-Kinderdörfer verurteilen Angriff auf Hilfskonvoi in Syrien

Die SOS-Kinderdörfer weltweit haben sich entsetzt über den Angriff auf den Hilfskonvoi der UN und des Roten Halbmondes in Syrien geäußert. SOS arbeitet in Aleppo eng mit dem Roten Halbmond zusammen.

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(Foto: SOS-Kinderdörfer)

München (ots/nex) – Die SOS-Kinderdörfer weltweit haben sich entsetzt über den Angriff auf den Hilfskonvoi der UN und des Roten Halbmondes in Syrien geäußert. SOS arbeitet in Aleppo eng mit dem Roten Halbmond zusammen.

Auch die USA verurteilten den Angriff scharf. Die Attacke sei eine unerhörte Verletzung der Waffenstillstandsbestimmungen, so Außenamtssprecher John Kirby.

Das Ziel des Konvois sei dem syrischen Regime und der Russischen Föderation bekannt gewesen, und doch seien die Helfer getötet worden, so Kirby. Die USA würden jetzt die Aussichten auf eine Zusammenarbeit mit Russland in Syrien prüfen. Wie ein hochrangiger Regierungsbeamter sagte, sei der Vorfall ein herber Rückschlag für die Waffenruhe in Syrien. Nur das syrische Regime oder Russland könnten hinter dem Angriff stehen. Dem russischen Militär zufolge hätten Aufständische einen Großangriff auf Stellungen außerhalb von Aleppo gestartet. Darauf hätten die Regierungstruppen mit “massiver Artillerie” reagiert.

Andreas Papp, Nothilfedirektor der SOS-Kinderdörfer, erklärte: “Wir verurteilen grundsätzlich jede Art von Angriffen auf humanitäre Helfer sowie gezielte Attacken auf Hilfskonvois aufs Schärfste. Unser tiefes Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen der getöteten Helfer, die ihr Leben geopfert haben, um das Leben anderer zu retten. Wir appellieren an alle Konfliktparteien in Syrien, internationale Menschenrechte und den kürzlich vereinbarten Waffenstillstand zu respektieren – und den sicheren Transport dringend benötigter Güter (Nahrung, Wasser, Medikamente etc.) für die Menschen in Aleppo und den anderen belagerten Gebiete zu garantieren”.

Nach ersten Informationen von Alia Al-Dalli, Direktorin der SOS-Kinderdörfer im Mittleren Osten und Nordafrika, befinden sich alle SOS-Mitarbeiter und freiwilligen Helfer in Sicherheit. “Unser Nothilfeteam in Aleppo ist für viele Not leidende Kinder und Familien im Einsatz. Und wir werden die Arbeit fortsetzen. Unser Team und zahlreiche Freiwillige werden weiter alles tun, um Kinder, jungen Menschen und Mütter zu unterstützen (Verteilen von Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Bereitstellen von temporären Unterkünften und Schutzzonen für Kinder). Es ist großartig, mit welchem Engagement unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz schwierigster Umstände Hilfe leisten. Wir tun alles in unserer Macht stehende, um für ihre Sicherheit und die ihrer Familien zu sorgen”.

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