Internet Glücksspiel Online Casino Szene zockt 2017 munter weiter

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Online Casino Szene zockt 2017 munter weiter

Wie in den meisten Ländern wird auch in Deutschland das Glücksspiel von einer Reihe von Gesetzen reguliert. Allerdings ist die rechtliche Lage in der Bundesrepublik besonders komplex.

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Dortmund (nex) – Wie in den meisten Ländern wird auch in Deutschland das Glücksspiel von einer Reihe von Gesetzen reguliert. Allerdings ist die rechtliche Lage in der Bundesrepublik besonders komplex; und sie wird noch komplizierter gemacht durch die Tatsache, dass die Gesetzgebung, die Casinos reguliert, im Laufe der vergangenen Jahre mehrere Male verändert und ergänzt wurde. Eine dieser Änderungen sah ein komplettes Verbot von sämtlichen Formen des Wettens und des Glücksspiels im Internet vor. Einzig Wetten auf Pferderennen sollten von dem Verbot ausgenommen sein. Diese Regelungen wurden allerdings stark kritisiert.

Trotz all der legalen Unsicherheiten gehen jedoch nach wie vor zahlreiche deutsche Bürger dem Glücksspiel nach, entweder in traditionellen Landcasinos oder Online Casinos. Die legale Industrie hat auf diese Weise im Laufe der vergangenen Jahre Umsätze in der Höhe von mehreren Milliarden Euro eingefahren.

Online Casinos in Deutschland – die aktuelle Situation

Seit langer Zeit genießt das Glücksspiel in Deutschland einen legalen Status. In der jüngeren Vergangenheit waren die einzelnen Bundesländer dafür verantwortlich, das Glücksspiel in ihrem jeweiligen Territorium zu regulieren und entsprechende Gesetze zu erlassen. Heutzutage werden Glücksspiele jedoch von höher stehenden Autoritäten reguliert und kontrolliert.

In der Phase von 2008 bis 2012 galt das Glücksspiel im Internet gemäß dem bundesweiten deutschen Recht als illegal. Die einzige Ausnahme machte das Bundesland Schleswig-Holstein: Dort blieb das Glücksspiel weiterhin erlaubt. Nach dieser Phase erließ die Regierung dieses Bundeslandes neue Gesetze, die die Regulierung und die Vergabe von Lizenzen an lokale Anbieter von Glücksspielen regelten.

Bis heute befindet sich das Glücksspiel in Deutschland in einer schwer zu durchschauenden rechtlichen Situation. Doch derzeit unternimmt das Land mehrere Schritte, um ein offizielles, bundesweites System zur Vergabe von Lizenzen einzuführen. Das ist dringend nötig, um mehr Klarheit zu schaffen. Denn zum aktuellen Zeitpunkt gibt es noch immer zwei verschiedene Gesetze: das Gesetz zwischen verschiedenen Bundesländern, den sogenannten Glücksspielstaatsvertrag, sowie zusätzlich das Glücksspielgesetz.

Schleswig-Holstein hat als bisher einziges Bundesland bereits ein eigenes Glücksspielgesetz geschaffen, das Glücksspiele im Internet legalisiert. Die Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes Schleswig-Holstein eröffnete den Anbietern von Online-Casinos im Jahr 2012 die Möglichkeit, sich um eine Lizenz in diesem Bundesland zu bewerben. Die Initiative dieses Bundeslandes, ein eigenes Gesetz zur Regulierung von Online-Casinos zu beschließen, wurde ausdrücklich von der Europäischen Kommission unterstützt.

Die eigenen Gesetze, die Schleswig-Holstein entwarf, waren liberaler als die der übrigen Länder.Die Gesetzgebung von Schleswig-Holstein erlaubt es Spielern, innerhalb der Landesgrenzen Online-Casinos zu besuchen. Darüber hinaus wurden günstige wirtschaftliche Bedingungen dadurch erzeugt, dass das Land eigene Lizenzen ausgibt.

Im Gespräch mit Nana Brink erklärt Tilman Becker: Wer in der Bundesrepublik sein Glück wagen will, dem stehen weiterhin etliche Möglichkeiten offen. Und das wird sich auch im Jahr 2017 kaum ändern.

Der Glücksspielstaatsvertrag im Jahr 2017

Beim Glücksspielstaatsvertrag handelt es sich um eine Abmachung zwischen den verschiedenen Bundesländern, um ein einheitliches rechtliches System zu schaffen. Der Vertrag trat im Jahr 2008 in Kraft, doch er wurde vor kurzer Zeit überarbeitet, so dass seitdem Online-Lotterien in Deutschland legal sind.

Zum aktuellen Zeitpunkt haben alle 16 Bundesländer Deutschlands ihre eigene Gesetzgebung zur Regulierung von Poker und anderen Glücksspielen im Internet. Am meisten Verwirrung wird dadurch geschaffen, dass es kein einheitliches Gesetz gibt, das für sämtliche Länder gilt. In anderen Worten: Eine Person, die heute in Schleswig-Holstein gespielt hat und morgen ein Casino in Berlin betritt, unterliegt dabei jedes Mal verschiedenen Gesetzen und Vorschriften.

Der Glücksspielstaatsvertrag stellte einen Versuch dar, dieses Problem zu lösen. Doch führte er zu weiteren Problemen. Die Anbieter verschiedener Casinos warfen den Ländern vor, in ihrem Gesetz einen Unterschied zwischen staatlichen und privaten Casinos zu etablieren, welcher letztere benachteiligte. Außerdem wurde kritisiert, dass der Vertrag strenge Einlasskontrollen vorsah, die, so fürchteten Casinobetreiber, die Kunden abschrecken könnten.

Die Europäische Glücksspielassoziation wiederum beschwerte sich bei der Europäischen Kommission darüber, dass die neuen deutschen Gesetze nicht im Einklang mit Vorgaben der EU seien. Tatsächlich stellte der Europäische Gerichtshof im Jahr 2010 in einem Urteil fest, dass das staatliche Monopol auf Sportwetten, so wie der Vertrag es vorgesehen hatte, nicht mit EU-Richtlinien vereinbar sei. Änderungen waren also nötig.

Der Vertrag verlor seine rechtliche Wirkung Ende 2011 nach einem gemeinsamen Beschluss der Ministerpräsidenten der Bundesländer. Allerdings werden seine Vorgaben im Grundsatz weiter angewandt, bis ein neuer Staatsvertrag zur Regulierung des Glücksspiels in Kraft tritt.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist in ganz Deutschland eine große Anzahl und Auswahl von Casinos zu finden, die über eine legale Lizenz verfügen. Zwar werden diese Einrichtungen von den Behörden streng reguliert. Doch diese Tatsache ändert nichts daran, dass das Glücksspiel sich in Deutschland nach wie vor, also auch im Jahr 2017, einer großen Beliebtheit erfreuen wird.

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