Gaza-Blockade Israels Blockade brechen: Frauenschiff auf dem Weg nach Gaza

Gaza-Blockade
Israels Blockade brechen: Frauenschiff auf dem Weg nach Gaza

Eine internationale Gruppe von Aktivistinnen ist mit einer Flottille von Barcelona nach Gaza aufgebrochen, um die Blockade Israels zu brechen.

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(Foto: AA)

Barcelona (nex) – Eine internationale Gruppe von Aktivistinnen ist mit einer Flottille von Barcelona nach Gaza aufgebrochen, um die Blockade Israels zu brechen. Etwa 20 Frauen aus verschiedenen Ländern wurden am Mittwochabend von jubelnden Menschenmengen verabschiedet. Die Ankunft in Gaza ist für Oktober geplant

Der Bürgermeister von Barcelona, Ada Colau, war ebenfalls anwesend. Die zwei Schiffe mit Lebensmitteln und Medikamenten werden die Enklave voraussichtlich im Oktober erreichen, teilten die Organisatoren gegenüber den Medien mit. Auf ihrer Website heißt es, dass. ‚Das Schiff der Frauen nach Gaza‘ nicht nur die israelische Blockade brechen, sondern auch Solidarität bezeugen und dem palästinensischen Volk eine Botschaft der Hoffnung überbringen möchte“.

Frauen aus aller Welt wollten „mit dem ‚Frauenschiff‘ auf den unbestreitbaren Beitrag der palästinensischen Frauen hinweisen, die in dem palästinensischen Kampf eine zentrale Rolle spielen“. Eine ähnliche Protestaktion im Jahr 2010 endete in einer Tragödie, als israelische Sicherheitskräfte Schiffe mit Hilfsgütern auf dem Weg nach Gaza stürmten und dabei zehn türkische Aktivisten töteten. Die mittlerweile fast ein Jahrzehnt währende israelische Blockade über dem Gazastreifen wurde seinerzeit verhängt, um Druck auf die dort regierende Hamas-Partei auszuüben.

Durch die Blockade ist laut dem Weltbankbericht 2015 Gazas Bruttoinlandsprodukt um die Hälfte geschrumpft; des Weiteren führte sie zur höchsten Arbeitslosenrate der Welt. Die Einwohner von Gaza leiden seitdem unter schlechtem Zugang zu Grundversorgungseinrichtungen. Die meisten können die Enklave nicht ohne eine besondere Ausreisegenehmigung verlassen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Blockade als eine „Kollektivstrafe“ bezeichnet.

 

 

 

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