Kommentar Der Islam und Selbstmordanschläge und Bushidō

Kommentar
Der Islam und Selbstmordanschläge und Bushidō

Aus aktuellem Anlass und weil es viele nicht wissen - weder die „Islamkritiker“, noch die Befürworter oder die Trottel selbst, die Anschläge verüben. Meist, indem sie sich in die Luft jagen und viele unschuldige Menschen dabei töten.

TEILEN
(Foto: pixa)

Von Sahin Karanlik

Aus aktuellem Anlass und weil es viele nicht wissen – weder die „Islamkritiker“, noch die Befürworter oder die Trottel selbst, die Anschläge verüben. Meist, indem sie sich in die Luft jagen und viele unschuldige Menschen dabei töten.

Nein, das ist nicht der Islam. Diesmal wirklich nicht. Vieles schon und da könnte ich auch tagelang abkotzen, aber Selbstmordanschläge sind es nicht.
Selbstmord ist wie in allen anderen Religionen auch im Islam verboten. Nach Überlieferung des Propheten wird die Todesart, mit der man sich selbst getötet hat, bis in alle Ewigkeit im Höllenfeuer wiederholt. Man sprengt sich also immer wieder in die Luft. Immer wieder. Ewig.

Bis zum Jahr 1972 kannte man solche Attentate im islamischen Kulturraum kaum. In dem Jahr aber dann überfiel eine Gruppe der PLO einen Schalter auf dem Flughafen in Tel Aviv mit Sturmgewehren und Handgranaten. 27 Menschen wurden getötet, über 80 schwer verletzt. Das reinste Himmelfahrtskommando. Zwei der Attentäter starben im Kugelhagel, der dritte sprengte sich mit einer Handgranate in die Luft. Die Überraschung war groß, als man sah, wer diese irren Selbstmörder waren. Sie waren keine Palästinenser – nicht mal Muslime. Es waren Japaner. Drei Freiwillige von der japanischen Rote Armee Fraktion, die als Unterstützung im Kampf gegen Israel geschickt wurden. Die fanden den bisherigen Kampf gegen Israel zu ineffizient und wollten mit ihrer Aktion zeigen, wie echte Samurais kämpfen. Bushidō – der Samuraikodex. Ziehe in den Kampf, mit der festen Absicht zu sterben.

Als man in der islamischen Welt sah, wie effektiv diese Ninjas waren, sogar Gaddafi war sehr angetan und voller Lob, übernahm man das einfach. Und da man nicht an jeder Straßenecke Bekloppte findet, die sich einfach so in die Luft sprengen, wurden die Belohnungen, die es angeblich im Paradies geben soll, immer mehr ausgeschmückt. 72 Jungfrauen! Glück! Wohlstand! Immer einen Harten in der Hose!
Auf jeden Widerspruch fand man ein Argument. Was ist wenn ich alle 72 entjungfert habe? Äh, dann Dings, dann sind sie wieder Jungfrauen. So läuft das im Paradies. Drück einfach diesen Knopf. Allahu akbar.

Wobei mit den 72 Jungfrauen auch so eine Sache ist. Einige Islamwissenschaftler sind der Meinung, dass mit großäugigen Huris weiße kristallklare Trauben gemeint sind. Du bekommst also vielleicht keine 72 Jungfrauen, sondern einen Obstteller. Dafür, dass du deinen Arsch in die Luft jagst. Dafür, dass deine Körperteile, deine Gedärme und dein bisschen Hirn auf einer zweispurigen Hauptstraße großzügig verteilt werden. Dafür, dass du zum mehrfachen Mörder wirst. Kein guter Deal. Für Niemanden. Auch nicht für die, die Trauben gerne essen, oder Trauben abgöttisch lieben, oder für die, die glauben, ohne Trauben nicht leben zu können. Gut, ich kenne Leute, die behaupten, dass sie für ein Dürüm sterben würden, aber die meinen das nicht so. Die haben in den Moment einfach nur Hunger.

Allerdings muss man dazu sagen, dass nicht die erwartenden Belohnungen die Attentäter dazu verleiten, sich und andere Menschen zu töten. Meist ist es, weil sie glauben, sich für irgendwas rächen zu müssen oder wegen dem Hass, der ihnen eingetrichtert wird. Das ganze Halli-Galli und Bunga Bunga nach dem Tod, erzählt man, um ihnen die Sache einfacher zu machen.

Fazit: Man kann Gewalt, Dummheit und Hass nicht mit mehr Dummheit, mehr Gewalt und mehr Hass lösen und bekämpfen.

Aufklärung, Frieden und Menschlichkeit.

 

Facebook Kommentare

TEILEN