Syrienkonflikt Auf Wunsch der Türkei: US-Spezialkräfte unterstützen türkische Truppen in Syrien

Syrienkonflikt
Auf Wunsch der Türkei: US-Spezialkräfte unterstützen türkische Truppen in Syrien

Wie das Pentagon der Nachrichtenagentur Anadolu am vergangenen Freitag mitteilte, unterstützten US-amerikanische Spezialkräfte türkische Truppen und die Freie Syrische Armee in der Nähe von Dscharablus und Cobanbey an der türkischen Grenze.

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(Foto: AA)

Dortmund (nex) – Wie das Pentagon der Nachrichtenagentur Anadolu am vergangenen Freitag mitteilte, unterstützten US-amerikanische Spezialkräfte türkische Truppen und die Freie Syrische Armee in der Nähe von Dscharablus und Cobanbey an der türkischen Grenze. Laut Pentagon-Pressesprecher Jeff Davis kam es zu der Entsendung der Elitesoldaten auf Anfrage der türkischen Regierung.

„Die US-Truppen, die mit den türkischen Streitkräften und den syrischen Oppositionskräften gemeinsam operieren, werden diesen das gleiche Training, die gleiche Beratung und Assistenz bieten wie sie es den anderen lokalen Partnern in Syrien, die gegen den IS (Daesh) kämpfen, auch zukommen lassen“, teilte Davis in einer E-Mail mit.

Diese neue Entwicklung ergibt sich aus der am vergangenen Freitag gestarteten Bewegung der im Rahmen der Operation Schutzschild Euphrat mit türkischer Artillerie unterstützten FSA in Richtung al-Bab. Die Stadt befindet sich 30 Kilometer südlich vom Bezirk Cobanbey und steht unter der Kontrolle des IS (Daesh). Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat am 24. August mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kamen. Die syrischen Städte Cobanbey und Dscharablus wurden vor Kurzem von IS (Daesh)-Terroristen als Teil der Operation gesäubert.

Davis erklärte, dass die USA den Kampf gegen den IS (Daesh) in Nordsyrien weiterhin unterstützen würden, weil „der Zugang zur syrisch -türkischen Grenzregion für die Operationen des IS (Daesh) in Syrien und im Irak und wegen der Versuche der Gruppe, den Terror in die Türkei, in die weitergefasste Region, nach Europa und in die USA zu exportieren, strategisch wichtig ist“. Er fügte hinzu, dass „mit der Verhinderung des Zugangs des IS (Daesh) zu dieser wichtigen Grenze wichtige Versorgungsrouten in den und aus dem Irak sowie nach und aus Syrien abgeschnitten und somit die so genannte IS (Daesh)-Hauptstadt Raqqa weiter isoliert wird.“

Unterdessen veröffentlichte der türkische Generalstabschef ein Statement, dass im Rahmen der Operation Schutzschild Euphrat die Artillerie 26 IS (Daesh)-Ziele getroffen habe. Weiter heißt es in der Erklärung, dass ein improvisierter Sprengsatz in der nordsyrischen Region Tatimus explodiert sei. Fünf syrische Oppositionskämpfer seien dabei getötet und sechs weitere verletzt worden. Nach Angaben des türkischen Militärs wurden vier Luftoperationen über den Gebieten Quneitra, Tatimus, Caqqa und Baragidah durchgeführt, bei denen fünf IS (Daesh)-Terroristen getötet wurden. Die Operationen in Cobanbey würden mit Untersuchungen, Observierungen und Zielerfassungen fortgesetzt, heißt es weiter. In dem Statement wurde ebenfalls bestätigt, dass US-Spezialkräfte türkische Truppen in Cobanbey unterstützten.


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