Bewährungsprobe im Antiterrorkrieg Syrien: Türkische Spezialkräfte spielen Schlüsselrolle bei Militäraktion gegen IS

Bewährungsprobe im Antiterrorkrieg
Syrien: Türkische Spezialkräfte spielen Schlüsselrolle bei Militäraktion gegen IS

Der erst jüngst zum Generalleutnant beförderte Zeki Aksakallı führt das türkische Kommando zu den Militäroperationen zur Befreiung von Dscharablus. Der Offizier hatte in der Putschnacht vom 15. Juli verhindert, dass die Verräter die Kontrolle über das Hauptquartier der Spezialeinheiten erlangten.

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(Foto: TSK)

Ankara (nex) – Die türkischen Spezialkräfte Bordo Bereliler spielen eine Schlüsselrolle in der groß angelegten Militäraktion, die am Mittwoch um 4 Uhr morgens mit schwerem Artilleriefeuer begann und der so genannten „Freien Syrischen Armee“ (FSA) die Befreiung der grenznahen Stadt Dscharablus von der Terrormiliz IS ermöglichen soll.

Gleichzeitig soll ein Vorrücken des PKK-Ablegers YPG auf die Stadt und deren Festigung westlich des Euphrat verhindert werden. Die FSA wird die Hauptlast des Bodenkampfes tragen, die Türkei beschießt massiv mit Artillerie und aus Flugzeugen IS-Stellungen in der Stadt. Auch türkische Panzer sollen die Grenze überschritten haben.

Die Intervention erfolgt mit Unterstützung der US-geführten Anti-IS-Koalition und zumindest der Billigung Russlands. Die türkischen Streitkräfte stehen unter dem Kommando des Generalleutnants Zeki Aksakallı, der erst kürzlich im Rahmen des ersten Zusammentreffens nach dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli durch den Obersten Militärrat (YAŞ) unter dem Vorsitz des Premierministers Binali Yıldırım in diesen Rang erhoben worden war.

Aksakallı selbst hatte im Zusammenhang mit der Vereitelung des Putschversuches eine Schlüsselrolle gespielt. Als damaliger Generalmajor merkte er, dass sein Stellvertreter, Brigadegeneral Salih Terzi, ein aktives Mitglied der Putschjunta war und in seiner Funktion für die Spezialaufträge der Truppen entlang der syrischen Grenze zuständig. Aksakallı wurde klar, dass Terzi am Tag des Putsches nicht die Aufgabe hatte, in Ankara zu sein – und tatsächlich sollte er dort im Auftrag der Putschisten das Hauptquartier der Spezialkräfte nahe der Stadt einnehmen. Er war selbst im Gebäude, als das Komplott ausgeführt werden sollte.

Der Offizier konnte jedoch Oberstabsfeldwebel Ömer Halisdemir erreichen, der sich vor dem Gebäude befand, und ihm den Auftrag geben, Terzi und seine Begleiter mit allen Mitteln am Erreichen des Hauptquartiers zu hindern. Als Halisdemir die Herannahenden dazu aufforderte, stehenzubleiben, erschossen diese ihn auf der Stelle. Jedoch gelang es Aksakallı, zusammen mit loyalen Soldaten das Quartier unter Kontrolle zu behalten und im weiteren Verlaufe der Nacht die Luftwaffenbasis Akıncı einzunehmen, die von führenden Verschwörern als Kommandobasis verwendet wurde. Nach dem gefallenen Helden Halisdemir wurden seither Plätze und Schulen benannt. Wäre der Putsch gelungen, wäre der Verräter Terzi zum Chef der Spezialkräfte ernannt worden.

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