Olympia 2016 Rio: Beachvolleyballerin mit Hijab zieht weltweite Aufmerksamkeit auf sich

Olympia 2016
Rio: Beachvolleyballerin mit Hijab zieht weltweite Aufmerksamkeit auf sich

Während die offizielle Spielbekleidung für Beachvolleyballspielerinnen der Bikini ist, zieht Doaa el-Ghobashy aus Ägypten als erste hijabtragende Beachvolleyballspielerin, die an den Olympischen Sommerspielen in Brasilien teilnimmt, die Aufmerksamkeit auf sich.

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(Foto: AA)

Rio (ne/aax) – Während die offizielle Spielbekleidung für Beachvolleyballspielerinnen der Bikini ist, zieht Doaa el-Ghobashy aus Ägypten als erste hijabtragende Beachvolleyballspielerin, die an den Olympischen Sommerspielen in Brasilien teilnimmt, die Aufmerksamkeit auf sich. El-Gobashy, die mit der Nachrichtenagentur Anadolu sprach, sagte, dass sie weitverbreitete Vorurteile im Westen über den Islam richtigstellen wolle. Frauen sollten in allen Bereichen vertreten sein, erklärt sie.

“Ich respektiere diejenigen, die im Bikini spielen und meine Kolleginnen respektieren meine Entscheidung, im Hijab zu spielen”, so el-Gobashy weiter, deren olympische Spielbekleidung außer Gesicht und Hände alles verhüllt. Die Sportlerin fügt hinzu, dass in der islamischen Welt Frauen eine ebenso aktive Rolle spielten wie die Männer, besonders in ihrem Land, wo es 5.000 Volleyballspielerinnen gebe.

“Ich bekomme in den sozialen Medien positive Nachrichten aus vielen Ländern, besonders von Frauen, die sagen, ich hätte ihnen Mut gemacht und sie seien stolz auf mich”, erzählt el-Gobashy.

“Ich habe vielen hijabtragenden Frauen das Tor geöffnet und sie danken mir dafür”, fährt sie fort.

Wenn ihre Spielkolleginnen sie fragen, warum sie sich entschieden habe, den Hijab zu tragen, antworte sie ihnen, dass sie das schon seit zehn Jahren tue.
Es sei ihre persönliche Präferenz, erkläre sie dann, und es sei im Einklang mit den islamischen Normen.

“Die meisten Kolleginnen verstehen das”, sagt die 20-Jährige.

El-Ghobashy, die hofft, Ägypten in vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Tokio vertreten zu dürfen, betont, dass sie nach ihrer Spielleistung beurteilt werden wolle – und nicht nach ihrer Kleidung.

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