Frischwasserpipeline Jahrhundertprojekt: 19 Millionen Kubikmeter Frischwasser aus der Türkei erreichen Nordzypern

Frischwasserpipeline
Jahrhundertprojekt: 19 Millionen Kubikmeter Frischwasser aus der Türkei erreichen Nordzypern

Die Türkei hat nach Angaben des Ministeriums für Forst- und Wasserwirtschaft am gestrigen Dienstag an die Türkische Republik Nordzypern im Rahmen eines Wasserversorgungsprojekts 19 Millionen Kubikmeter Frischwasser geliefert.

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(Foto: TRT)

Ankara (nex) – Die Türkei hat nach Angaben des Ministeriums für Forst- und Wasserwirtschaft am gestrigen Dienstag an die Türkische Republik Nordzypern im Rahmen eines Wasserversorgungsprojekts 19 Millionen Kubikmeter Frischwasser geliefert.

Die zuständigen Behörden teilten mit, dass die 19 Millionen Kubikmeter Wasser von der Alaköprü-Talsperre nahe der Stadt Anamur in der südtürkischen Provinz Mersin in die nahe der türkisch-zyprischen Stadt Girne gebauten Gecitköy-Talsperre geleitet worden seien. Die Türkei, die seit der Friedensoperation Zypern im Jahr 1974 sowie der Gründung der Türkischen Republik Nordzypern im Jahr 1983 deren Unterstützer und Protektor ist, plante seit Langem die Weiterleitung von Frischwasser auf die Insel, deren eigene Ressourcen sehr knapp sind.

Das Projekt startete offiziell im Jahr 2011 der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der damals noch Ministerpräsident war. Mit dem Mega-Projekt soll Nordzypern die nächsten 50 Jahre mit 75 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr versorgt werden. Die Investitionskosten der Alaköprü- und Gecitköy-Talsperren betragen etwa 36,6 Millionen US-Dollar. Die Behörden teilten weiter mit, dass die Talsperre mit der letzten Frischwasserlieferung nach Nordzypern einen Stand von 72 Prozent erreicht habe, und die Einwohner guten Gebrauch davon machten.

Die Wasserversorgung Nordzyperns fing im Oktober 2015 an und wurde bislang ohne Unterbrechung nach einem Protokoll zwischen den beiden Staaten fortgesetzt. Die Talsperrendaten werden am 15. jedes Monats abgelesen. 23 der insgesamt 28 Gemeinden hätten mit dem nordzyprischen Ministerium für Landwirtschaft, Natürliche Ressourcen und Umwelt einen Wasserlieferungsvertrag abgeschlossen.

Der Bau der Trinkwasserversorgungsleitungen auf den Halbinseln Girne, Gazimagusa und Karpaz seien zu 99 Prozent fertiggestellt, während die Machbarkeitsstudien für die übrigen noch andauerten.

 

 

 

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