UNICEF-Projekt Gazastreifen: Ein Wandgemälde gegen die Wasserkrise

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Gazastreifen: Ein Wandgemälde gegen die Wasserkrise

Die Wasserinfrastruktur von Gaza ist unter der jahrzehntelangen Besatzung und drei israelischen Großoffensiven seit 2008 fast zusammengebrochen.

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(Foto: AA)

Gaza (nex) – Ein Wandgemälde wurde diese Woche im blockierten Gazastreifen eingeweiht. Es soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die eskalierende Wasserkrise auf dem palästinensischen Territorium lenken. Fünf Künstler haben an dem von der UNICEF geförderten Projekt, die 25 Meter hohe Mauer zu gestalten, teilgenommen.

„Wir versuchen, eine Lösung für das Wasserproblem im Gazastreifen zu finden“, erklärte Monther Shublaq, der Direktor der Wasserbehörde der Küstengemeinden von Gaza (CMWU), während der Vorstellungszeremonie am vergangenen Donnerstag.

Seit 2007 leidet der Gazastreifen unter der lähmenden israelischen Blockade, die den fast 1,9 Millionen Einwohnern der Enklave Waren zur Befriedigung der Existenzbedürfnisse einschließlich Nahrung, Treibstoff und Medikamente vorenthält.

Die Wasserinfrastruktur von Gaza ist unter der jahrzehntelangen Besatzung und drei israelischen Großoffensiven seit 2008 fast zusammengebrochen. Shublaq weist darauf hin, dass Israel die palästinensischen Wasserquellen kontrolliere. „Das ist der Hauptgrund für das Wasserproblem im Gazastreifen“, bemerkt er.

Shublaq beschuldigte Israel, die Einfuhr von Material zu verbieten, das für die Durchführung von Wasserprojekten im Gazastreifen benötigt werde.

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