USA US-Regisseur vom Putschversuch in der Türkei nicht überrascht

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US-Regisseur vom Putschversuch in der Türkei nicht überrascht

Mark Hall, der für seinen Dokumentarfilm mehr als fünf Jahre die Gülen-Schulen recherchierte, ist wegen des Putschversuchs nicht überrascht.

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(Foto: Killing Ed)

Dortmund (nex) – Der US-amerikanische Regisseur Mark Hall, dessen Arbeit sich auf die Charterschulen Fethullah Gülens in den USA konzentriert, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass der vereitelte Putschversuch vom 15. Juli ihn nicht überrascht habe.

„Nach fünf Jahren Recherche über die Gülen-Bewegung für meinen Dokumentarfilm bin ich nicht überrascht, dass sie versucht hat, die Regierung in der Türkei zu stürzen“, sagte Hall

Der Anführer der sogenannten FETÖ und mutmaßlicher Drahtzieher des vereitelten Putschversuchs vom 15. Juli, Fethullah Gülen, der sich selbst als Prediger bezeichnet, lebt seit 1999 im selbstgewählten Exil im US-Bundesstaat Pennsylvnia.

Hall, der den blutigen Putschversuch als „ziemlich beunruhigend“ bezeichnet, gestand, dass er hoffe, dass Gülen an die Türkei ausgeliefert werde.Der Regisseurwiesdarauf hin, dass FETÖ großen Einfluss auf verschiedene Politiker, Journalisten und Akademiker in den USA habe.

Hall ist der Regisseur des bekannten Dokumentarfilms Killing Ed, der die mehr als 140 Gülen-Schulen in den USA untersucht. Die Recherchen zu dem Film dauerten mehr als fünf Jahre. Die Schulen hätten sein Interesse geweckt, als er festgestellt habe, dass die US-Regierung diesen jährlich 500 Millionen US-Dollar zur Verfügung stelle.

„Nun meine Frage [an die US-Regierung]: Wurden unsere von Gülen ausgegebenen Steuern für den Putschversuch in der Türkei verwendet?“, so Hall weiter. Bei dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli wurden über 240 Menschen von einer kleinen Gruppe Militärs getötet, die FETÖ-Mitglieder waren.

 


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