Antidemokratischer Putschversuch Türkische Akademiker verurteilen Putschversuch

Antidemokratischer Putschversuch
Türkische Akademiker verurteilen Putschversuch

Während deutsche Mainstreammedien und Kommentare in sozialen Netzwerken trotz der vielen Toten und Verletzten sowie klarer Indizien, die für einen Putschversuch sprechen, weiterhin behaupten, der Putsch sei eine Inszenierung gewesen, haben türkische Akademiker den Versuch aufs Schärfste verurteilt.

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(Foto: AA)

Türkische Akademiker prangerten den am vergangenen Freitag vereitelten Putschversuch an.

Urla/Izmir (nex) – In einem Statement erklärte der Türkische Interuniversitäre Rat, dass „wir den am Freitag vereitelten Versuch, die demokratisch gewählte Regierung der Türkei zu stürzen, aufs Schärfste verurteilen“.

Weiter hieß es: „Als eine aktive Stimme der Freiheit und Demokratie werden unsere Universitäten diesen gegen unseren Volkswillen und die Demokratie gerichteten Versuch niemals akzeptieren.“

Der Rat rief alle Universitäten, Akademiker und Studierende in der Türkei auf, „die Zukunft unseres Landes zu unterstützen und sich gegen den inakzeptablen, beschämenden Putschversuch gegen unser Volk, unseren Volkswillen und unsere etablierte Demokratie zu positionieren.“

Drahtzieher des vereitelten Putschversuchs sollen Anhänger des in den USA lebenden Fethullah Gülen sein, dem die Türkei vorwirft, seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner beim türkischen Staat angestellten Unterstützer zu kämpfen. Letztere sind hauptsächlich bei Militär, Polizei und Justiz beschäftigt.

Am vergangenen Freitag hat eine kleine Gruppe aus dem Militär versucht, die gewählte Regierung der Türkei zu stürzen. 161 Menschen wurden im Zuge des Putschversuchs getötet.

2.839 der Mitwirkung an dem Putsch verdächtige Angehörige der Streitkräfte wurden festgenommen sowie 20 putschistische Soldaten, einschließlich hochrangiger Militärs, bei dem Versuch des Regierungssturzes getötet.

Die Türkei beschuldigt Gülen, für den vereitelten Putschversuch verantwortlich zu sein und verlangt dessen Auslieferung an die Türkei.

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