Tourismus Türkei: Größter Touristenrückgang in 22 Jahren

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Türkei: Größter Touristenrückgang in 22 Jahren

Nach offiziellen Angaben, die am 28. Juli veröffentlicht wurden, ist die Zahl ausländischer Besucher in der Türkei im Juni um 40 Prozent zurückgegangen. Dies stellt den größten Rückgang seit 22 Jahren dar.

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(Foto: Screenshot)

Dortmund (nex) – Nach offiziellen Angaben, die am 28. Juli veröffentlicht wurden, ist die Zahl ausländischer Besucher in der Türkei im Juni um 40 Prozent zurückgegangen.

Dies stellt den größten Rückgang seit 22 Jahren dar und ist mit den Spannungen zwischen Russland und der Türkei und den Bombenanschlägen der vergangenen Monate zu erklären.

Wie Daten des Ministeriums für Tourismus zeigen, gingen die Touristenzahlen im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 40.86 Prozent zurück; lediglich 2,44 Millionen Menschen kamen in dem Monat in die Türkei.

Dies stellt den größten Rückgang seit 1994 dar. Im Mai fiel die Zahl der Touristen um 34,7 Prozent. Der Tourismus wurde durch die Spannungen mit Moskau nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im vergangenen Jahr, der sich im türkischen Luftraum befand, schwer getroffen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ging die Zahl russischer Touristen um 87 Prozent zurück. Die Türkei und Russland haben vor Kurzem mit dem Wiederaufbau ihrer Beziehungen angefangen.

Parallel dazu hat das britische Reiseunternehmen Thomas Cook sein Jahresziel am 28. Juni nach unten korrigiert, da der Absturz des Pfunds durch die Brexit-Entscheidung, die Anschläge in Europa und der vereitelte Putschversuch in der Türkei die Kunden zur Umdisponierung ihrer Urlaubspläne zwang.

Auch weitere Reiseunternehmen wie TUI und Fluggesellschaften wie easyJet, Air France-KLM und Lufthansa wurden durch die Zwischenfälle in der Türkei schwer getroffen.

Thomas Cook, der von den Problemen der zuvor sehr beliebten Urlaubziels Türkei teilweise betroffen ist, erklärte, dass er im laufenden Geschäftsjahr eine operativen Gewinnsumme von 357 Millionen Euro erwarte. Zuvor wurden bis zu 397 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

 

 

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