Syrienkrieg Syrischer Arzt: „Wenn nichts unternommen wird, werden wir mit Sicherheit sterben“

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Syrischer Arzt: „Wenn nichts unternommen wird, werden wir mit Sicherheit sterben“

Die Vereinten Nationen haben am Montag eindringlich zu einem 48-stündigen Waffenstillstand in Aleppo aufgerufen, wo Hunderttausende Einwohner wegen der andauernden Kämpfe eingekesselt sind.

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(Foto: AA)

Aleppo: UN ruft zu 48-stündiger Feuerpause auf

„Wenn nichts unternommen wird, werden wir mit Sicherheit sterben“, schreibt ein Arzt aus der syrischen Stadt dem britischen UN-Gesandten in einem Brief.

Die Vereinten Nationen haben am Montag eindringlich zu einem 48-stündigen Waffenstillstand in Aleppo aufgerufen, wo Hunderttausende Einwohner wegen der andauernden Kämpfe eingekesselt sind.

„Ich kann nicht oft genug betonen, wie kritisch die Situation in Ostaleppo ist“, erklärte der UN-Chef für humanitäre Angelegenheiten, Stephen O’Brien, im UN-Sicherheitsrat.

Den Entwicklungshelfern müsse der Zugang in die Stadt zur Versorgung der Kranken und Bedürftigen gewährt werden, so O’Brien weiter, der die Einstellung der Feindseligkeiten und eine vorübergehende Aufhebung der Belagerung unterstützt.

Der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft erklärte dem Rat, dass sein Land den Aufruf zum Waffenstillstand unterstütze, und wies darauf hin, dass Ostaleppo mit 300.000 Einwohnern von Regierungstruppen vollständig eingekesselt sei.

„Wir können uns nicht hinter verschlossenen Türen verstecken, wir können nicht schweigen angesichts solcher Barbarei, Hunderte Zivilisten werden während Angriffen aus der Luft und vom Boden getötet und verletzt, Hunderttausende mehr leiden nun in einer sich immer mehr ausweitenden humanitären Krise“, erklärte der UN-Botschafter. Rycroft teilte mit, dass er am Vormittag einen Brief von einem Arzt aus dem Kinderkrankenhaus Aleppo erhalten habe, der schreibe, „wenn nichts getan wird, werden wir mit Sicherheit sterben“.

Syrien wird seit fünf Jahren von einem Bürgerkrieg mit Hunderttausenden und Millionen Vertriebenen erschüttert, der in dem Land Ruinen hinterlässt und dessen Wiederaufbau womöglich Generationen dauern wird.

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