Islamophobie London: Moscheen erhalten verdächtige Umschläge mit weißem Pulver

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London: Moscheen erhalten verdächtige Umschläge mit weißem Pulver

Anti-Terror-Einheiten ermitteln, nachdem Umschläge mit weißem Pulver an verschiedene Moscheen in London verschickt wurden.

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(Foto: PA)

Weißes Pulver an Londoner Moscheen in Umschlägen mit der Aufschrift „P*** Dreckspack“ verschickt

London (nex) – Anti-Terror-Einheiten ermitteln, nachdem Umschläge mit weißem Pulver an verschiedene Moscheen in London verschickt wurden. Die Moscheen in Tottenham, Leyton und Finsbury Park alarmierten die Polizei, nachdem sie am vergangenen Mittwochnachmittag Briefumschläge erhalten hatten. Auf einem der Umschläge stand „P*** Dreckspack“.

Baron Ahmed, ein muslimisches Mitglied des House of Lords (Oberhaus des britischen Parlaments), erhielt ebenfalls einen Umschlag mit der besagten Aufschrift, als er in Canning Town seinen Geschäften nachging.

Gefahrenabwehrspezialisten wurden zu den Moscheen gerufen, die zeitweise geschlossen und evakuiert werden mussten.

„Wer auch immer an die Moschee Noor Ul Islam das verdächtige Päckchen geschickt hat – ich werde Druck auf die Polizei ausüben, damit ihr die härteste Strafe bekommt, wenn ihr gefasst werdet“, erklärte die Walthamstower Unterhausabgeordnete Stella Creasy am gestrigen Donnerstagmorgen. Ein Gemeindemitglied der Masjid Ayesha in Clyde Road erzählt, dass er begriffen habe, dass das weiße Pulver Kalk gewesen sei:

„Ein Mitglied des Moscheeausschusses rief die Polizei an, nachdem sein Vater wegen des weißen Pulvers einen Juckreiz bekam“, schildert er den Zwischenfall und fährt fort:

„Die Polizei rief dann ein Bombenentschärfungskommando zur Untersuchung des Tatortes. Das weiße Pulver stellte sich als Kalk heraus.“

Dann fügt er nachdenklich hinzu: „Jemand versucht den Muslimen in Großbritannien eine Botschaft zu senden. Und ob es uns gefällt oder nicht – die Islamophobie ist real.“

 


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