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Grubenunglück: Türkisches Gericht verurteilt Betriebsführer zu 18 Jahren und neun Monaten Haft

Der Bergwerksbesitzer und der leitende Ingenieur wurden zu 13 Jahren Haft verurteilt. Bei dem Grubenunglück in Zentralanatolien waren 18 Menschen ums Leben gekommen.

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(Foto: AA)

Izmir (nex) – Ein türkisches Gericht hat am gestrigen Mittwoch sieben führende Mitglieder der Leitung eines Bergbauunternehmens, darunter auch den Betreiber, wegen eines Grubenunglücks im Jahr 2014 mit 18 Toten in der zentralanatolischen Stadt Ermenek zu mehreren Jahren Haft verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die sieben Angeklagten den Tod von mehr als einer Person bewusst fahrlässig verursacht hätten, als Abwasser den Stollen in der Ermenek-Kohlemine flutete und dabei 18 Menschen ertranken.

Safet Uyar, der Besitzer der Kohlemine in Ermenek, und der leitende Ingenieur Ali Kurt wurden zu 13 Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Der Betriebsführer Yavuz Özsoy wurde zu 18 Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, der Lizenznehmer Abdullah Özbey bekam elf Jahre und drei Monate, Engin Yetim, Fachkraft für Arbeitssicherheit, wurde zu fünf Jahren und sechs Monaten, die Ingenieurin Cemile Karaca zu sechs Jahren und acht Monaten und Naci Özsoy, ein Arbeiter, zu drei Jahren und einem Monat Haft verurteilt.

Das Gericht sprach neun Angeklagte frei

Die Kumpel waren im Oktober 2014 in einer infolge eines explodierten Wasserrohrs gefluteten Kohlemine in Ermenek in der Provinz Karaman, einer etwa 400 Kilometer südlich von der Hauptstadt Ankara liegenden Stadt, ertrunken.

Rettungskräfte mussten damals 38 Tage lang die sterblichen Überreste der Unglücksopfer bergen.

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