Syrienkrieg Bombenanschlag in Syrien: Mindestens 44 Tote

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Bombenanschlag in Syrien: Mindestens 44 Tote

Mindestens 44 Tote, Dutzende Verletzte bei einem doppelten Bombenanschlag im syrischen Kamischli in der Nähe der türkischen Grenze

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(Foto: AA)

Izmir (nex) – Wie die staatliche Nachrichtenagentur Syriens und kurdische Medien berichten, wurden bei einem doppelten Bombenanschlag am heutigen Mittwoch in der mehrheitlich von Kurden bewohnten nordsyrischen Stadt 44 Menschen getötet und mehrere Dutzend verletzt.

Medienberichten zufolge explodierte ein mit großen Mengen Sprengstoff beladener Lkw in Kamischli. Nur ein paar Minuten später explodierte ein mit Sprengsätzen beladenes Motorrad im selben Gebiet. Die Detonationen richteten großen Schaden an. Rettungskräfte versuchen, Menschen unter den Trümmern zu bergen.

Die Stadt in der Nähe der türkischen Grenze wird hauptsächlich von der Partei der demokratischen Union (PYD) kontrolliert, doch Sicherheitskräfte des syrischen Regimes sind ebenfalls präsent und kontrollieren den Flughafen.

Aufnahmen des syrischen Fernsehens zeigen, wie Menschen dem über der Stadt hochsteigenden grauen Rauchpilz zu entkommen und wieder andere zwischen kaputten und ausgebrannten Autos wegzulaufen versuchen.

„Die meisten Gebäude hier wurden wegen der Stärke der Explosion schwer beschädigt“, so ein Einwohner. Die Detonationen hätten mehrere Gebäude zum Einsturz gebracht, viele Menschen seien nun unter den Trümmern begraben.

Die IS-Terrormiliz hat sich in einem Statement, die durch die eigene Agentur Amaq veröffentlicht wurde, zu den Anschlägen bekannt. Sie hätten einem kurdischen Bürokomplex in Kamischli gegolten. Die Terrorgruppe hat in der Vergangenheit mehrere Bombenanschläge auf Kurdengebiete in Syrien verübt.

Die von der PYD dominierten Demokratischen Kräfte Syriens sind die Hauptgegner des IS in Nordsyrien, die in den vergangenen zwei Jahren große Gebiete von den Terroristen zurückerobern konnten. Der heutige Anschlag war die Antwort auf eine Offensive der kurdischen, von den USA unterstützten Kräfte, die die ebenfalls nordsyrische unter IS-Kontrolle stehende Stadt Manbidsch erobert hatten.

 

 

 

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