"Russen kommen wieder" Ankara: Moskau hebt alle Beschränkungen gegen Türkei auf

"Russen kommen wieder"
Ankara: Moskau hebt alle Beschränkungen gegen Türkei auf

Der türkische Außenminister erklärte, dass erste Ergebnisse der Friedensbemühungen bereits in der Tourismusbranche gesehen werden könnten.

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(Foto: AA)

Ankara (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu teilte mit, dass Moskau alle nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets im türkischen Luftraum im vergangenen November über die Türkei verhängten Beschränkungen aufheben werde.

In einem am Montag veröffentlichten Interview mit der französischen Tageszeitung Le Monde erklärte Cavusoglu : „Russland teilte uns mit, dass es alle Beschränkungen aufheben werde. Die ersten Ergebnisse sehen wir in der Tourismusbranche. Die Russen kommen wieder; sie können visafrei in die Türkei einreisen.“

Weiter teilte Cavusoglu mit, dass ein Treffen auf ministerieller Ebene und mit hochrangigen Bürokraten den Fortschritt des Friedensprozesses beobachten würden.Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei verhängte Moskau verschiedene Embargos gegen türkische Lebensmittel, Baufirmen etc.

In der vergangenen Woche nahmen die beiden Länder die Beziehungen wieder auf, nachdem der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin ein Telefongespräch miteinander geführt hatten.

Russland beschloss daraufhin die Aufhebung des Reiseverbots für russische Touristen in die Türkei. Cavusoglu teilte weiter mit, dass Ankara sich mit Russland und dem Iran in Gesprächen über die Zukunft Syriens befinde.

„Die Türkei glaubt nach wie vor, dass die Syrer und die Oppositionellen Assad nicht akzeptieren wollen“, betonte er. „Assad hat mit chemischen Waffen und Fassbomben 500.000 Menschen getötet. Syrien befindet sich seit Anfang 2011 in einem grausamen Bürgerkrieg. Damals schlug Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie, die sich infolge des „arabischen Frühlings“ in dem Land ergaben, mit unerwarteter Brutalität nieder.

Seitdem wurden nach Angaben der UNO mehr als 250.000 Menschen getötet und über 10 Millionen im gesamten kriegszerrütteten Land vertrieben.

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