Euro 2016 UEFA untersucht Fangewalt beim Spiel England gegen Russland

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UEFA untersucht Fangewalt beim Spiel England gegen Russland

Der europäische Fußballverband UEFA hat am heutigen Sonntag ein Verfahren gegen den russischen Fußballverband wegen Fangewalt eingeleitet, die das EM-Auftaktspiel zwischen Russland und England am gestrigen Samstag trübte.

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(Foto: twitter/telegraph/screenshot)

Mindestens 30 Fußballfans wurden während der Ausschreitungen am gestrigen Samstag verletzt.

Genf (nex) – Der europäische Fußballverband UEFA hat am heutigen Sonntag ein Verfahren gegen den russischen Fußballverband wegen Fangewalt eingeleitet, die das EM-Auftaktspiel zwischen Russland und England am gestrigen Samstag trübte.

Mindestens 30 Personen wurden bei Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Anhängern im und um das Stadion herum in der südfranzösischen Stadt Marseille verletzt.

Auslöser der Gewalt war das Ausgleichstor Russlands in letzter Minute, womit das Spiel mit 1:1 endete und die russischen Fans sich daraufhin mit Gewalt Zugang zu einem für die englischen Fans vorgesehenen Block verschafften.

Nach diesen Ereignissen hat die UEFA nun ein Verfahren gegen den russischen Fußballverband wegen Ausschreitungen, rassistischen Verhaltens und des Zündens von Feuerwerkskörpern eingeleitet.

Die UEFA wird am kommenden Dienstag ein Urteil verkünden.

„Ein englischer Fan wurde schwer verletzt“, teilte Mathieu Duroselle, Sprecher der Polizei von Marseille, der britischen Tageszeitung Telegraph mit.

„Sein Herz stand still, der Mann konnte aber von einem anwesenden Polizisten dank einer Herzmassage vor Ort reanimiert werden.“

Der russische Sportminister Witali Mutko war der Auffassung, die Ereignisse würden „übertrieben“ dargestellt werden.

Die britische Boulevardzeitung Daily Mail zitierte ihn mit den Worten: „Es gab keine Ausschreitungen, das wird übertrieben, hier ist alles in Ordnung. Als das Spiel endete, gab es keine Schranke zwischen den Fans. Die Briten waren natürlich verärgert, aber alles löste sich schnell auf.“

Mark Whittle, der Sprecher des englischen Fußballverbands (FA) erklärte, dass die Vorfälle zu bedauern seien.

„Der FA ist sehr erschüttert wegen der schrecklichen Szenen, die sich abgespielt haben und verurteilt natürlich ein solches Verhalten“, sagte er laut Sky News.

„Nun liegt es in den Händen der zuständigen Behörden, die in die Ereignisse involvierten Personen zu ermitteln und mit diesen schnell und in angemessener Weise zu verfahren. Der FA fordert seine Fans eindringlich auf, sich respektvoll zu verhalten und England auf die richtige Weise zu unterstützen.“

 

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