Al-Haschd al-Schaabi-Miliz Irak untersucht Hinrichtung von 17 Zivilisten durch regierungsnahe Schiiten-Miliz

Al-Haschd al-Schaabi-Miliz
Irak untersucht Hinrichtung von 17 Zivilisten durch regierungsnahe Schiiten-Miliz

Am vergangenen Donnerstag hatte ein örtlicher Stammesführer behauptet, dass die schiitische Gruppierung al-Haschd al-Schaabi 17 Zivilisten durch ein Erschießungskommando in al-Karma, einer Stadt nordöstlich von Falludscha, hinrichten ließ.

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(Foto: aalhashalshaabi)

Sunnitische Politiker besorgt wegen potenzieller konfessionell motivierter Gewalt beim Kampf um Falludscha

Bagdad (nex) – Wie ein Regierungsvertreter gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu erklärte, wurden Ermittlungen wegen der angeblichen Tötung von 17 irakischen Zivilisten durch regierungsnahe Milizen während des Kampfes um Falludscha eingeleitet.

Der Bürgermeister der Stadt, Sadoun Shallan, teilte mit: “Die Ermittlungen wegen der Hinrichtung von 17 Personen aus Falludscha sind im Gange.”

Am vergangenen Donnerstag hatte ein örtlicher Stammesführer behauptet, dass die schiitische Gruppierung al-Haschd al-Schaabi 17 Zivilisten durch ein Erschießungskommando in al-Karma, einer Stadt nordöstlich von Falludscha, hinrichten ließ. Shallan erklärte weiter, dass die Zivilisten Berichten zufolge von den Milizmitgliedern, die zurzeit an der Offensive zur Rückeroberung Falludschas vom IS (Daesh) teilnehmen, misshandelt worden seien.

Die Gruppierung war zuvor schon wegen Menschenrechtsverletzungen beschuldigt worden, als sie sunnitisches Territorium wiedereinnahmen. Sunnitische Politiker hatten ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass durch die Präsenz der Schiitenmiliz es zu konfessionsbedingter Gewalt un Falludscha kommen könnte.

In den vergangenen Tagen tauchte in den sozialen Medien ein Video auf, das zeigt, wie ein schiitischer Miliz aus Falludscha fliehende Zivilisten misshandelt. Shallan teilte mit, dass der betreffende Miliz verhaftet worden sei.

“Wir arbeiten daran, dass sich derartige Gewaltakte nicht mehr wiederholen”, sagte er.

Am vergangenen Samstag hatte der Premierminister Haider al-Abadi die Festnahme der regierungsnahen Milizen wegen des Vorwurfs der Misshandlungen festnehmen lassen.

Seit Mitte 2014 leidet der Irak  unter dem verheerenden Sicherheitsvakuum, das durch die Einnahme der nördliche und westliche Teile des Landes durch den IS (Daesh) entstand.


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