"Hoffnung der islamischen Welt" Türkei: Erdogan warnt Schüler vor „drei großen Gefahren“

"Hoffnung der islamischen Welt"
Türkei: Erdogan warnt Schüler vor „drei großen Gefahren“

In einer Rede hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan junge Muslime vor „drei großen Gefahren“ gewarnt.

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(Foto: AA)

Der türkische Staatspräsident kritisiert konfessionalistische Tendenzen innerhalb des Islams

 

Istanbul (nex) – In einer Rede hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan junge Muslime vor „drei großen Gefahren“ gewarnt: „Konfessionalismus, Rassismus und Terrorismus“.

Erdogan hielt seine Rede auf einem vom Alumni-Netzwerk der Önder-Imam Hatip-Schulen organisierten Jugendtreffen im Sinan Erdem Dome in Istanbul. Er kritisierte Tendenzen innerhalb des Islams, die manchmal sogar für wichtiger gehalten würden als die muslimische Gesamtidentität eines Menschen.

Dieses Problem verursacht in der islamischen Welt ernsthafte Wunden“, fuhr er fort. „Wir haben eine Religion, die über all diese verschiedenen Richtungen steht: Islam.“

Erdogan beklagte sich auch darüber, dass die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), die er als „die stärkste kollektive Stimme der islamischen Welt“ bezeichnete, – selbst in Grundfragen – selten in der Lage sei, eine Einigung zu treffen.

Er versprach, diesen Missstand zu beheben, da die Türkei die nächsten zwei Jahre den Vorsitz der Organisation innehaben wird.

An die Jugendlichen appellierte Erdogan mit den Worten: „Die einzige Hoffnung der islamischen Welt ist die Türkei. Und die einzige Hoffnung dieses Landes seid ihr.“

De Präsident fügte hinzu, dass auch er und seine vier Kinder alle einen Imam Hatip-Schulabschluss hätten, die seinerzeit zur Imamausbildung gegründet worden waren.

In den vergangenen Jahren wurde die Zahl der Imam Hatip-Schulen erhöht und der Fokus auf einen breiter angelegten Lehrplan mit größerem theologischem Inhalt gerichtet.

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