Unruhen in Frankreich Präsident Erdogan verurteilt Polizeigewalt gegen demonstrierende Arbeiter in Frankreich

Unruhen in Frankreich
Präsident Erdogan verurteilt Polizeigewalt gegen demonstrierende Arbeiter in Frankreich

"Die Medien, die damals ununterbrochen live aus Istanbul berichteten, sind jetzt bei diesen Ereignissen blind, taub und stumm", sagte Erdogan und unterstrich, dass ihn die Brutalität der französischen Polizei gegenüber den Demonstranten beunruhige.

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(Foto: iha)

Istanbul (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Gewalt der französischen Polizei gegenüber den friedlichen Demonstranten in Paris aufs Schärfste verurteilt und seine Sorge über das Schweigen der internationalen Medien zu den Ereignissen in Paris und Brüssel zum Ausdruck gebracht.

Erdogan, der auf der Eröffnungsfeier einer Messe im Istanbuler Stadtteil Esenler sprach, kritisierte die internationalen Medien für ihr Schweigen, wo doch Straßenproteste und das brutale Durchgreifen der Polizei in Paris und Brüssel überhandnähmen.

Er verwies auf die Gezi-Ausschreitungen von vor drei Jahren, als gewalttätige Demonstranten Fahrzeuge in Brand setzten und örtliche Geschäfte demolierten.

“Die Medien, die damals ununterbrochen live aus Istanbul berichteten, sind jetzt bei diesen Ereignissen blind, taub und stumm”, sagte Erdogan und unterstrich, dass ihn die Brutalität der französischen Polizei gegenüber den Demonstranten beunruhige.

Das Land wurde infolge der kontrovers diskutierten Vorschläge zur Arbeitsmarktreform von einer Protestwelle erfasst. Es kursieren viele Videoaufnahmen, die zeigen, wie Polizei und Sicherheitskräfte mit offensichtlich unverhältnismäßiger Gewalt gegen protestierende Arbeiter vorgehen. So wird beispielsweise gezeigt, wie ein Polizeibeamter eine Frau aggressiv anrempelt und anschließend zu Boden schubst.

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