EM 2016 Mario Basler: Schweinsteiger und Podolski nicht zur EM

EM 2016
Mario Basler: Schweinsteiger und Podolski nicht zur EM

Der frühere Fußball-Nationalspieler Mario Basler hat sich gegen die Teilnahme der Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski an der EM in Frankreich ausgesprochen.

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(Foto: youtube/screenshot)

Düsseldorf (ots) – Der frühere Fußball-Nationalspieler Mario Basler hat sich gegen die Teilnahme der Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski an der EM in Frankreich ausgesprochen.

Im Gespräch mit der “Rheinischen Post” sagte Basler: “Ich würde Bastian Schweinsteiger nicht mitnehmen. Er ist keine 25 oder 28 Jahre mehr. Er hatte während der Saison schon mehrere Verletzungen. Die Gefahr, dass er sich wieder verletzt, besteht.” Über Podolski sagte der 30-malige Nationalspieler:

“Ich denke, dass wir auf den offensiven Positionen bessere und jüngere Spieler haben. Wenn zum Beispiel Julian Draxler grünes Licht von den Ärzten bekommt, wird es schwierig für Lukas, mit nach Frankreich zu fahren.”

Das komplette Interview:

Heute in einem Monat beginnt in Frankreich die Fußball-Europameisterschaft. Im Düsseldorfer Stadion blicken drei Experten bei unserem großen EM-Gespräch voraus: Mario Basler, Inka Grings und Peter Frymuth.

Herr Frymuth, ist der DFB froh, dass die EM beginnt und nicht mehr über die WM-Affäre 2006 gesprochen wird?

Peter Frymuth: Dass wir Kritik haben einstecken müssen, ist doch verständlich. Nun aber geht der Blick nach vorn, nachdem wir die Ungereimtheiten rund um die WM 2006 sorgfältig und in völliger Transparenz auf den Tisch gelegt haben. Im Einvernehmen mit der Deutschen Fußball Liga haben wir neue personelle Strukturen geschaffen, wir sind wieder voll handlungsfähig.

Herr Basler, Sie waren beim Titelgewinn 1996 dabei, mussten aber verletzt vor Turnierstart abreisen. Wie fühlt sich so eine intensive Turniervorbereitung an?

Mario Basler: Zunächst einmal ist klar, dass man sich freut, im Kader zu sein. Eine EM oder WM ist für jeden Fußballer ein tolles Erlebnis. Bei mir weiß man ja, dass ich die Vorbereitung nicht unbedingt geliebt habe, da sie mit sehr viel Laufarbeit verbunden war.

Was für eine Rolle kann Deutschland?

Basler: Wir wissen ja, wie wir Deutschen bei Turnieren ticken. Das kann alles sensationell laufen. Die Vorrunde sollte kein Problem sein, aber am Ende braucht man auch Glück. Mein großer Favorit sind die Franzosen, gerade weil die EM in Frankreich stattfindet.

Würden Sie Schweinsteiger mitnehmen?

Basler: Nein, ich würde ihn nicht mitnehmen. Bastian ist keine 25 oder 28 Jahre mehr. Er hatte während der Saison schon mehrere Verletzungen und die Gefahr, dass er sich wieder verletzt, besteht.

Teilen Sie diese Meinung?

Inka Grings: Die Frage lautet: Wie weit ist Schweinsteiger, wenn die EM-Vorbereitung tatsächlich beginnt? Hält er den Belastungen stand? Falls ja, würde ich ihn mitnehmen. Er hat ein ganz besonderes Standing in der zum Teil jungen und unerfahrenen Mannschaft.

Die WM 2014 hat gezeigt, dass Löw mehr Wert auf die Defensive und Ergebnisse legt. Und er hat gesagt, die EM sei eine Durchgangsstation auf dem Weg zur WM 2018.

Grings: Es ist ja bereits ein Umbruch vollzogen worden. Man muss den jungen Spielern auch Zeit geben. Deswegen würde ich die EM auch als Zwischenstation bezeichnen. Es ist nicht verwerflich, sich auch mal am Gegner und dessen Stärken zu orientieren und dann aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren.

Herr Basler, kann man die Teams von ’96 und heute vergleichen?

Basler: Das ist schwierig. Wir haben immer eine tolle Nationalmannschaft gehabt, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Mich ärgert nur, dass einige sagen, heute sei alles besser und schöner, und dass wir Fußballer von damals heute gar nicht mehr mitspielen könnten. Mittlerweile haben die Teams ganz andere Möglichkeiten. 1954 haben sie mit einem Stahlball gespielt, wir dann mit einem Betonball und heute fliegt der Ball von alleine.

 

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