Viren-Alarm Kundenkonten in Gefahr: IT-Spezialisten warnen vor Späh-Software in Bankautomaten

Viren-Alarm
Kundenkonten in Gefahr: IT-Spezialisten warnen vor Späh-Software in Bankautomaten

Die Virensoftware-Spezialisten von den Kaspersky Labs warnen vor einer Schadsoftware, die Bankkunden am Geldautomaten ausspäht. Weltweit sollen bereits zehntausende Geldautomaten infiziert sein und auch in Deutschland kann keine Entwarnung gegeben werden.

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(Bild: Rainer Sturm/pixelio.de)

Moskau (nex) – Die Virensoftware-Spezialisten von den Kaspersky Labs warnen vor einer Schadsoftware, die Bankkunden am Geldautomaten ausspäht. Weltweit sollen bereits zehntausende Geldautomaten infiziert sein und auch in Deutschland kann keine Entwarnung gegeben werden.

Die Software soll es Kriminellen ermöglichen, sich in Geldautomaten zu hacken und diese zu nutzen, um mittels eines Trojaner-Programms namens „Skimmer“ auf den Geldbestand des Automaten zuzugreifen.

Meist begnügen sich die Kriminellen jedoch, so heißt es aus den Kaspersky Labs, damit, die Daten einzusammeln, diese aufzubewahren und Jahre später mithilfe kopierter Magnetstreifen von Kundenkarten und aufgezeichneter PIN-Nummern zuzuschlagen. Da ein erheblicher Teil der Geldautomaten immer noch mit dem veralteten und von Sicherheitslücken durchsetzten Betriebssystem Windows XP betrieben wird, sei es für die Kriminellen sehr einfach, in die Automaten einzudringen.

Der Bankomaten-Schädling ist erstmals 2009 aufgetaucht und wurde seither weiterentwickelt. Mittlerweile soll es ihn in mindestens 49 Varianten geben, die jüngste davon stammt von Anfang Mai 2016.

Kaspersky will in Kürze eine Liste möglicher Anzeichen für eine Infektion veröffentlichen, damit die Banken ihre Geldautomaten überprüfen könnten. Im Unterschied zu meist schnell entdeckten Skimmern, die am Kartenschlitz eines Geldautomaten angebracht werden, bleiben jene in der Computersoftware oft lange unentdeckt.

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