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Israelischer Konsul: “Beste Route für israelisches Gas führt durch die Türkei”

Nach Cohen erfordert die Erdgaslieferung eine adäquate Infrastruktur. Wegen der geopolitischen Lage der Türkei sei es sehr wichtig, dass der Großteil der Erdgastransporte durch die Türkei führe und diese mit ihrem Einsatz im Infrastrukturausbau von Pipelines und LNG-Stationen stattfinde.

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(Symbolfoto Archiv)

Ankara (nex) – Der Generalkonsul von Israel in Istanbul erklärte in einem Interview, dass die einzige ausreichend große Route für den Gasexport Israels ein Land wie die Türkei sei. Sie sei in der Lage, die erforderliche Infrastruktur und den Weiterexport in den Westen zu gewährleisten.

In einem exklusiven Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu sprach der Gesandte über eine mögliche Vereinbarung über den Gastransport von Israel über die Türkei zum europäischen Markt.

“Ein Deal zwischen Israel und der Türkei ist angesichts der regionalen Gegebenheiten natürlich, wenn man sieht, was gerade in der Region passiert, wenn man die Beziehungen zu unseren Nachbarn betrachtet und so weiter”, führte Cohen aus. “Das ist Realpolitik. Die Situation in der Region verlangt gerade jetzt diese Art von Zusammenarbeit zwischen Israel und der Türkei im Energiesektor.”

Türkische und israelische Privatunternehmen erörtern derzeit ein mögliches Gaspipelineprojekt zwischen den beiden Ländern zur Beförderung von Erdgas vom Leviathan-Gasfeld nach Europa, das geschätzte 500 Millionen Kubikmeter Gas enthält.

“Aus geopolitischer Sicht wird es ohne die Türkei als Drehscheibe für Energiequellen und besonders für den Transport von Erdgas vom Osten nach Westen und vom Norden nach Süden sehr schwer werden, wirklich zu diversifizieren und bei der Diversifizierung von Energiequellen erfolgreich zu sein”, führte Cohen weiter aus.

Nach Cohen erfordert die Erdgaslieferung eine adäquate Infrastruktur. Wegen der geopolitischen Lage der Türkei sei es sehr wichtig, dass der Großteil der Erdgastransporte durch die Türkei führe und diese mit ihrem Einsatz im Infrastrukturausbau von Pipelines und LNG-Stationen stattfinde.

Israel bereitet derzeit die gesetzlichen Grundlagen für den Erdgasexport vor. Das Oberste Gericht hat jedoch den im März abgeschlossenenen Rahmenvertrag der Regierung zur Erdgasvereibarung mit den Energieunternehmen abgelehnt und für Korrekturen an das Parlament zurückgeschickt.

Cohen erzählte, dass die israelische Regierung den neuen Energie- und Entwicklungsplan für Erdgasfelder vorgelegt und das Kabinett ihm zugestimmt habe.

Die Türkei und Israel führen ihre Versöhnungsgespräche zur Wiederherstellung ihrer bilateralen Beziehungen fort. Diese wurden im Jahr 2010 extremer Belastung ausgesetzt, als israelische Sicherheitskräfte Mavi Marmara, das Schiff einer Hilfsflottille in internationalen Gewässern gestürmt und zehn türkische Aktivisten getötet hatten.


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