Türkische Streitkräfte Bayraktar: Erfolgreicher Drohnentest mit in der Türkei entwickelter Munition

Türkische Streitkräfte
Bayraktar: Erfolgreicher Drohnentest mit in der Türkei entwickelter Munition

Auch der erste Test einer mit einem Sprengkopf bestückten türkischen Bayraktar-Drohne verlief zur vollsten Zufriedenheit von Auftraggebern und Entwicklern. Die Waffe soll, sobald alle Tests abgeschlossen sind, anstelle US-amerikanischer Technologie im Antiterrorkampf zum Einsatz kommen.

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(Foto: Daily Sabah)

Konya (nex) – Das aus türkischer Produktion stammende, taktische unbemannte Luftfahrzeug „Bayraktar“ feuerte im Rahmen eines am Donnerstagabend durchgeführten Tests erstmals mittels eines Sprengkopfs ein Projektil intelligenter Munition des Typs MAM-L ab. Die Munition, die von dem taktischen unbemannten Luftfahrzeug auf einem Übungsgelände bei Konya abgefeuert wurde, war von Roketsan entwickelt, in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Kale-Baykar gefertigt worden und traf auf Anhieb das Ziel. Die Bayraktar-Drohne war erstmals im letzten Dezember abgefeuert worden, damals jedoch noch ohne Sprengkopf.

Im Anschluss an den Test teilte der Staatssekretär für die Verteidigungsindustrie, Prof. Dr. İsmail Demir, die Bilder davon auf seinem Twitter-Account und kommentierte: „Wir können nicht stolz genug sein, unser komplett heimisches UAV traf das Bullauge und wir vergießen Freudentränen. Ein Start-Ziel-Sieg.“ Mit den derzeitigen Tests der mit Waffen bestückten Drohne ist die „Qualifikationsphase“ zu Ende. Über die nächsten Monate soll bereits die Planung für die Nutzung der Bayraktar-Drohnen durch die türkischen Streitkräfte beginnen, sobald alle vorgeschriebenen Tests durchgeführt worden sind. Im Rahmen der laufenden Testreihe sollen die Drohnen fähig gemacht werden, Munition zu tragen und zu verwenden.

Sowohl Munition des Typs MAM-L als auch jene des Typs MAM-C, die beide von Roketsan für die Drohnenplattform entwickelt wurden, wiegen jeweils 22,5 Kilogramm. Die mit dem Sprengkopf gelenkte Munition, die zehn Kilogramm wiegt, kann ein Ziel aus acht Kilometern Entfernung treffen. In Reaktion auf die Raketenangriffe der Terrormiliz IS (Daesh) auf das südtürkische Kilis bestellte die Türkei bewaffnete Predator-Drohnen aus den USA. Sobald die Entwicklung der Bayraktar-Drohnen abgeschlossen ist, sollen diese als Waffensysteme in der betreffenden Region zum Einsatz kommen.

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